„Chris Martin von Capodichino“
Mann ohne Gedächtnis am Flughafen – Rätsel gelöst?
Aktualisiert am 04.11.2026 – 13:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Monatelang lebt ein junger Mann am Flughafen Neapel. Wie er dort hinkam, weiß er nicht. Nun nimmt der Fall eine glückliche Wende.
Der 25-jährige Schwede, der ohne Geld und Papiere am Flughafen Neapel lebte, hat wieder Kontakt zu seiner Familie. Wie er dorthin kam, ist jedoch weiterhin unklar.
Wie die Stadt Neapel mitteilte, konnte „der junge schwedische Staatsbürger, der seit Monaten auf dem Flughafen Capodichino lebte, den Kontakt zu seiner Familie wiederherstellen“. Seine Eltern, die seit August nichts mehr von ihm gehört hatten, wüssten nun, dass es ihm gesundheitlich gut gehe. Die Stadt dankte Sozialarbeitern und der schwedischen Botschaft für die Zusammenarbeit.
Der Mann namens Daniel wurde inzwischen in einer städtischen Unterkunft untergebracht. Er wolle nach Schweden zurückkehren. Die Stadt werde gemeinsam mit dem schwedischen Konsulat und der Botschaft seine Rückreise organisieren und ihn dabei unterstützen.
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Mit Essen und Energydrinks am Flughafen versorgt
Daniel war Flughafenmitarbeitern laut italienischen Medienberichten bereits im Sommer aufgefallen. Ein Foto, das in mehreren Medien kursierte, zeigt einen jungen blondhaarigen Mann in einem weißen T-Shirt und einer blauen Jeans.
Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge hielt er sich meist in der Nähe des Terminals auf und nahm von Passanten Essen und Energydrinks an. Er sei unauffällig gewesen und habe niemanden belästigt.
Dem Sender Rai zufolge hat der Mann, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Coldplay-Sänger „Chris Martin von Capodichino“ genannt wird, eine bruchstückhafte Geschichte. Er sei als Tourist nach Rom gereist, wo er Opfer eines Angriffes geworden sei. Wie er nach Neapel kam, ist unklar.
Schwedischer Honorarkonsul kündigt Unterstützung an
Mitte Oktober hatte ihn der schwedische Honorarkonsul Pierluigi Petrone besucht. Der Konsul habe dem jungen Mann eine Jacke gekauft. Das wenige, was Daniel ihm erzählt habe, sei „äußerst verwirrend“ gewesen, sagte Petrone.
Nun zeigte sich der Honorarkonsul erleichtert. Er freue sich über den Ausgang des Falls, der durch die Zusammenarbeit der Behörden und das Engagement zahlreicher Helfer ermöglicht worden sei. „Wir werden weiterhin zusammenarbeiten, auch mit der schwedischen Botschaft in Rom, damit der junge Mann bald wieder zur Ruhe finden und zu seinen Angehörigen zurückkehren kann“, erklärte Petrone.
