Mann durch Polizei-Schüsse lebensgefährlich verletzt

Person in „Ausnahmezustand“

Schüsse bei Polizeieinsatz – Mann weiter in Lebensgefahr

Aktualisiert am 13.01.2026 – 20:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Streifenwagen (Symbolbild): Bei einem Polizeieinsatz kommt es zu Schüssen. (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)

Nach einer Fahndung in Maintal endet ein Polizeieinsatz für einen 38-Jährigen auf der Intensivstation. Die Ermittler prüfen nun, wie es dazu kam.

Ein Mann ist bei einem Polizeieinsatz im hessischen Maintal lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hanau und des Hessischen Landeskriminalamts (LKA) setzten Beamte gegen den 38-Jährigen unter anderem einen Taser und eine Schusswaffe ein. Der Mann soll ein Messer bei sich getragen haben und wurde im Bereich der Schulter getroffen. Anschließend soll er sich mit dem Messer, das er bei sich hatte, selbst am Hals verletzt haben.

Der 38-Jährige wird derzeit im Krankenhaus behandelt. Sein Zustand ist nach Angaben der Behörden weiterhin lebensbedrohlich. Weitere Details nannten die Ermittler zunächst nicht. Unklar blieb auch, ob die Polizei einen oder mehrere Schüsse abgab. Zudem wurde nicht mitgeteilt, ob die lebensgefährlichen Verletzungen durch die Schusswaffe oder das Messer verursacht wurden.

Nach Angaben der Polizei lief gegen den Mann eine Fahndung. Er steht im Verdacht, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet, Menschen bedroht, eine Brandstiftung begangen und einen versuchten Totschlag begangen zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der 38-Jährige in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Als Beamte ihn am Montagabend auf einer Straße in Maintal ansprachen, habe er nicht reagiert.

Daraufhin sei ein Diensthund eingesetzt worden, der den Mann gebissen habe. Der 38-Jährige habe anschließend auf den Hund eingestochen. Danach seien aufgrund der anhaltenden Gefahrensituation der Taser, ein Teleskopschlagstock und die Schusswaffe eingesetzt worden.

Bereits am Nachmittag war die Polizei nach Angaben der Ermittler in Amtshilfe für das zuständige Veterinäramt an der Wohnung des Mannes im Einsatz. Hintergrund war demnach ein Hinweis auf eine mögliche Tierwohlgefährdung. Der 38-Jährige soll mehrere Hundewelpen nicht tiergerecht gehalten haben. Bei der Kontrolle sollen die Beamten mit einem stockähnlichen Gegenstand bedroht worden sein, weshalb der Einsatz zunächst abgebrochen wurde.

Am Abend meldete eine Zeugin, der Mann werfe mehrere Hundewelpen aus dem Fenster seiner Wohnung. Feuerwehr und Polizei stellten zudem Rauch fest, der aus der Wohnung kam. In einem Ofen habe der Mann offenbar Kunststoffmaterial verbrannt und anschließend die Wohnung verlassen.

Der bewaffnete 38-Jährige soll danach durch Hanau-Mittelbuchen gegangen sein. Dort habe er zunächst einen Mann und später eine Frau bedroht. Dabei soll er mit dem Messer mehrere Schwing- und Stichbewegungen in Richtung der Passanten ausgeführt haben. Die Ermittler suchen nun Zeugen.

Aktie.
Die mobile Version verlassen