Vorfall in Berlin

Mann bedroht Fahrgäste: Polizei greift zu drastischen Mitteln

17.03.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Taser (Archivbild): In Berlin setzte die Polizei eine solche Waffe ein. (Quelle: IMAGO/Winfried Rothermel)

In Berlin steigt ein Mann mit einem Messer in eine Straßenbahn und bedroht die Fahrgäste. Die Polizei überwältigt den Mann mit einem besonderen Einsatzmittel – mit Folgen für ihn.

Ein 50-jähriger Mann hat am Montagnachmittag Fahrgäste in einer Straßenbahn an der Haltestelle Am Tierpark in Friedrichsfelde mit einem Messer bedroht. Gegen die anschließende Festnahme leistete er erheblichen Widerstand. Das teilt die Polizei mit.

Demnach alarmierten Zeugen gegen 15.45 Uhr die Einsatzkräfte zu der Haltestelle. Den Zeugen zufolge sei der Mann mit einem Messer in eine haltende Tram gestiegen. Er habe dort Fahrgäste bedroht und mit dem Messer Sitze sowie Scheiben beschädigt. Die Fahrgäste hätten die Bahn fluchtartig verlassen.

Die Polizei forderte den 50-Jährigen den Angaben zufolge auf, das Messer fallen zu lassen und sich auf den Boden zu legen. Der Mann sei der Aufforderung nicht nachgekommen. Erst die Androhung des Taser-Einsatzes bewog ihn laut Polizei dazu, sich auf den Boden zu legen. Das Messer habe er dabei weiter in der Hand gehalten.

Laut der Polizei leistete der Mann bei der Festnahme erheblichen Widerstand. Die Beamten setzten laut eigenen Angaben daraufhin den Taser ein. Dabei stellten die Einsatzkräfte demnach eine erhebliche Verletzung an seiner Hand fest.

Rettungskräfte brachten den 50-Jährigen in ein Krankenhaus. Dort wurde er wegen seiner Handverletzung notoperiert. Eine toxikologische Untersuchung ergab laut Polizei, dass der Mann unter Betäubungsmitteleinfluss stand.

Laut Polizei müsse sich der 50-Jährige wegen des Verdachts der Bedrohung, der gefährlichen Körperverletzung, der Sachbeschädigung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Ermittlungen dauern an.

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