Shoppingmall
Mall of Berlin steckt mehr als 40 Millionen Euro in Umbau
09.09.2026 – 05:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Neue Läden, ein Museum und ein geplatztes Hotelprojekt: Das Einkaufszentrum am Leipziger Platz baut umfassend um. Ob die Investitionen den anhaltenden Leerstand dauerhaft beheben, bleibt offen.
Die Mall of Berlin baut um – und gibt nach eigenen Angaben mehr als 40 Millionen Euro dafür aus. Im Untergeschoss entsteht ein neuer Rewe-Markt, der laut Center-Manager Harald Huth fast doppelt so groß werden soll wie der bisherige Edeka an gleicher Stelle. Eröffnen soll der Markt am 30. September, wie das Unternehmen auf Instagram mitteilte.
Daneben soll der Discounter Action auf rund 1.000 Quadratmetern einziehen, die Drogerie DM vergrößert sich. Dafür wurden mehrere Ladenflächen zusammengelegt. Spätestens im Frühjahr soll das Untergeschoss wieder vollständig vermietet sein.
Berlin-Museum soll in der Osthälfte der oberen Etage entstehen
Auch in der Osthälfte der Mall, die an die Wilhelmstraße grenzt, kündigt Huth neue Mieter an. Der Modehändler New Yorker werde am 17. September zunächst auf der früheren Fläche des Bekleidungsgeschäfts Wormland eröffnen und später rund 3.000 Quadratmeter der ehemaligen SportScheck-Fläche über zwei Etagen übernehmen. Außerdem sollen die Modemarke Only und ein Herrenausstatter einziehen.
Für die oberste Etage der Osthälfte ist ein interaktives Berlin-Museum geplant. Der Mietvertrag sei unterschrieben, der Ausbau werde sich aber bis ins kommende Jahr ziehen.
2.500 Quadratmeter großes Familien- und Unterhaltungsangebot
Ursprünglich hatte das Center dort 185 Hotelzimmer für eine Erweiterung der bereits im Gebäude ansässigen Kette Motel One vorgesehen. Das Projekt scheiterte: Die Bauaufsicht des Berliner Bezirks Mitte verweigerte die Genehmigung, weil die geplanten Zimmer keine Fenster gehabt hätten. Der Bezirk bestätigte lediglich, das Vorhaben sei „nicht genehmigungsfähig“ gewesen, da „die gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnisse nicht gewahrt“ worden wären.
Statt des Hotels soll nun auf rund 2.500 Quadratmetern ein Familien- und Unterhaltungsangebot entstehen. Eltern könnten dort ihre Kinder betreuen lassen oder Kindergeburtstage feiern, so Huth.
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Dass so viel auf einmal passiert, hat einen Hintergrund. Die Vermietung sei zuletzt schwieriger geworden, räumt Huth ein – manchmal dauere die Suche nach einem neuen Mieter bis zu einem Jahr. Die Zeit nach der Corona-Pandemie habe viele Händler hart getroffen, viele hätten ihr Eigenkapital verloren. Aktuell seien rund 95 Prozent der Flächen vermietet, darunter aber auch Läden, die noch ausgebaut werden.
