Main-Kinzig-Kreis: Fitnessstudio-Ketten melden Insolvenz an

Geschäftsführung zeigte sich zuversichtlich

Fitnessstudio-Ketten melden Insolvenz an

05.02.2026 – 20:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Hanteln in einem Fitnessstudio (Symbolbild): Der Betrieb für die Mitglieder bleibt weiterhin bestehen. (Quelle: HalfPoint/imago-images-bilder)

Zwei Fitnessunternehmen aus dem Main-Kinzig-Kreis haben Insolvenzanträge gestellt. Ursache sollen Rückforderungen von Corona-Hilfen sein – der Betrieb läuft dennoch weiter.

Die orthofit GmbH aus Bad Soden-Salmünster und die Get Fit – Preiswert Trainieren GmbH mit Sitz in Wächtersbach haben beim Amtsgericht Hanau Insolvenzanträge eingereicht. Das teilten die Unternehmen mit. Auslöser seien Rückforderungen staatlicher Corona-Hilfen gewesen, die zu erheblichen Liquiditätsproblemen geführt hätten.

Nach Angaben der Geschäftsführung machten gesetzliche Vorgaben die Insolvenzanträge unvermeidbar. Die finanziellen Belastungen hätten letztlich zur Zahlungsunfähigkeit der betroffenen Gesellschaften geführt.

Für Mitglieder und Beschäftigte sollen sich durch die Verfahren jedoch keine Einschränkungen ergeben. Sämtliche betroffenen Fitnessstudios bleiben geöffnet, der Trainingsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, erklärte die Geschäftsführung in einer Mitteilung.

Die Insolvenzanträge betreffen demnach ausschließlich einzelne Studios, die direkt von der Get Fit – Preiswert Trainieren GmbH betrieben werden und bereits vor der Corona-Pandemie eröffnet worden waren. Nicht betroffen sind der Franchisebetrieb sowie alle Studios der Franchisenehmer. Diese würden unabhängig von den Verfahren regulär fortgeführt.

Parallel zu den Insolvenzanträgen führen beide Unternehmen nach eigenen Angaben Gespräche mit potenziellen Investoren. Ziel sei es, eine Sanierung zu erreichen und den Geschäftsbetrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Die Geschäftsführung zeigte sich zuversichtlich, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter eine tragfähige Lösung zu finden. Weitere Details zum Verfahren oder zum Umfang der betroffenen Standorte nannten die Unternehmen zunächst nicht.

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