
„Ein mutiger Mensch“
Biathlon-Legende spricht über Laura Dahlmeier
Aktualisiert am 28.01.2026 – 12:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Das tödliche Unglück von Laura Dahlmeier erschütterte die Sportwelt. Ihre langjährige Weggefährtin Magdalena Neuner erinnert sich an sie zurück.
Die Wintersportsaison 2025/26 ist in vollem Gange, die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo laufen auf Hochtouren. Es ist aber auch eine Wintersportsaison, in der ein Name schmerzlich vermisst wird: Laura Dahlmeier, die im vergangenen Sommer beim Bergsteigen in Pakistan tödlich verunglückt war.
Biathlon-Legende Magdalena Neuner hat sich nun erneut an die zweifache Olympiasiegerin, die zuletzt als TV-Expertin im Einsatz war, erinnert. „Laura fehlt – sportlich wie menschlich“, sagte Neuner der „Sport Bild“. „Sie war eine Athletin, die Rennen geprägt hat und eine enorme Ausstrahlung hatte.“
Dahlmeier war im Juli 2025 beim Bergsteigen am Layla Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge von einem Steinschlag getroffen worden. Rettungsversuche mussten wiederholt aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse abgebrochen werden. Am 28. Juli wurde Dahlmeier für tot erklärt.
„In Erinnerung bleibt sie mir als extrem fokussiert, mutig, klar und gleichzeitig bodenständig. Sie hat Maßstäbe gesetzt“, würdigte Neuner ihre Kollegin und betonte: „Sie war einfach ein herzlicher und mutiger Mensch, der ganz genau wusste, was er will im Leben, und sich von nichts und niemandem verbiegen ließ.“
Neuner zählt wie Dahlmeier zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportlerinnen. Zwischen 2007 und 2012 gewann die frühere Biathletin zwölf WM-Titel, zwei olympische Goldmedaillen (2010) und dreimal den Gesamtweltcup. Nach der EM 2012 in Ruhpolding beendete Neuner mit nur 25 Jahren ihre Karriere. Ihr sei bereits damals klar gewesen: „Es wird nicht mehr größer, nicht mehr intensiver“, erinnerte sie sich nun. „Ich wollte aufhören, solange ich noch bei mir bin, mit Freude, Stolz und ohne Bitterkeit.“
Inzwischen liegen die deutschen Hoffnungen unter anderem auf Selina Grotian und Franziska Preuß. Mit Blick auf die kommenden Winterspiele (6. bis 22. Februar) sagte Neuner: „Ich traue dem deutschen Team mehrere Medaillen zu, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern.“ Entscheidend werde dabei die Konstanz „im Schießen unter Druck sein und die Fähigkeit, an den entscheidenden Tagen die Leistung abzurufen“. Denn: „Olympia verzeiht keine halben Rennen – da muss alles zusammenpassen“, betonte Neuner.