Flavio Briatore nennt Käufer „Idioten“

Luxus-Eis für 95 Euro erhitzt Gemüter


Aktualisiert am 08.07.2026 – 17:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Luxus-Eis: Man könnte dafür hierzulande, je nach Eisdiele, auch rund 45 Kugeln normales Eis bekommen. (Quelle: instagram.com/mokambogelateria)

In Italien wird ein besonders teures Eis angeboten. Formel-1-Teamchef Flavio Briatore macht sich über die Käufer lustig. Der Inhaber der Eisdiele hält dagegen.

Wertvolle Safranfäden und Blattgold: Ein spezielles Eis einer Eisdiele in einer Kleinstadt im Hinterland von Bari hat eine saftige Preiserhöhung erfahren. Früher kostete eine Portion in der Eistüte 70 Euro, jetzt verlangt die „Mokambo Gelateria“ 95 Euro dafür.

Flavio Briatore, Teamchef des Alpine F1 Teams und mit seiner Pizzakette „Crazy Pizza“ selbst Luxus-Gastronom, bezeichnete die Käufer des Gold-Eises im Fernsehen als „Kretins“ und „Idioten“. Da sei ja das Essen bei ihm noch günstiger, lästerte er. Eine Pata-Negra-Pizza mit iberischem Schinken und Büffelmozzarella gibt es bei „Crazy Pizza“ für 69 Euro.

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Eine hitzige Debatte in den sozialen Netzwerken war die Folge. Dabei mischte sich auch Eisdielen-Besitzer Vincenzo Paparella ein. Der „Corriere della Sera“ zitierte ihn jetzt: „Ich denke, Briatore weiß einfach nicht, wer wir sind.“ Angeboten werde nicht einfach nur ein beliebiges, mit Blattgold verziertes Produkt, sondern „ein über Jahre gewachsenes kulinarisches Erlebnis“.

Eisdielen-Besitzer: „Das ist unser tägliches Geschäft“

Die 95-Euro-Waffel sei nur ein Nischenprodukt der traditionellen Gelateria: „Wir verwenden Milch von Weidekühen, Eier aus Freilandhaltung, wenig Zucker und stellen unsere Schokolade, Cremes und andere Produkte selbst her – mit Kakao aus 36 verschiedenen Anbaugebieten“, betonte Paparella. Angeboten würde eine Vielzahl von Eissorten für rund fünf Euro. „Das ist unser tägliches Geschäft.“

Das Safran-Gold-Eis müsse vorbestellt werden, im Augenblick sei die Warteliste bis Ende September voll – darauf würden rund 150 Menschen stehen. „Sie kommen aus den USA, Polen, Deutschland, Frankreich, Japan und Australien“, sagte Paparella. „Sie reisen nach Ruvo di Puglia, das sicherlich kein typisches internationales Touristenziel ist, für genau dieses Erlebnis.“

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