Nach einer Lumbalpunktion kommt es bei den meisten Menschen zu Kopfschmerzen. Das liegt an dem leicht gefallenen Hirndruck aufgrund der entnommenen Menge an Hirnwasser. Bleiben Sie in diesem Fall noch etwas liegen und ruhen Sie sich aus. Trinken Sie reichlich, zum Beispiel Wasser oder auch einen Kaffee. Oft hilft das bereits und die Kopfschmerzen verschwinden innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder. Sollte dem nicht so sein, geben Sie dem medizinischen Personal Bescheid. Ein Schmerzmittel kann dann unter Umständen Abhilfe schaffen.
Sind die Kopfschmerzen trotz dieser Maßnahmen sehr stark oder bestehen auch nach mehr als drei Tagen noch, kommt zur Behandlung ein sogenanntes Blutpflaster (auch Blood-Patch genannt) infrage. Dabei spritzt der Arzt eine kleine Menge Ihres Blutes, das bereits geronnen ist, in den Punktionsbereich – und zwar in den Epiduralraum, der zwischen dem Knochen und der äußeren Hirnhaut (Dura mater) liegt. Das verschließt die Einstichstelle, verhindert, dass Hirnwasser ausläuft, und stabilisiert zusätzlich den Hirndruck.
Normalerweise birgt eine Lumbalpunktion keine großen Risiken. Es handelt sich aber dennoch um einen medizinischen Eingriff, der unter Umständen Beschwerden oder auch Komplikationen hervorrufen kann.
Neben den bereits genannten postpunktionellen Kopfschmerzen, also Kopfschmerzen, die nach dem Eingriff auftreten, kann es in seltenen Fällen beispielsweise wegen einer Einblutung in den Spinalkanal zu einer Kompression des Rückenmarks kommen. Eine solche Quetschung hat unter Umständen Lähmungen zur Folge, die insbesondere bei größeren Blutungen dauerhaft bestehen bleiben können.
In manchen Fällen entwickeln Patienten eine Hirnhautentzündung infolge der Liquorpunktion.
Bei einer Subokzipitalpunktion besteht die besondere Gefahr, dass es an dieser Stelle zu einer Einklemmung des Hirnstamms kommt.
Auch wenn eine Lumbalpunktion ein geringfügig invasiver Eingriff ist, gibt es einige Situationen, in denen sie in der Regel nicht durchgeführt wird. Dazu zählen:
Hinweis: Wie auch bei anderen medizinischen beziehungsweise chirurgischen Eingriffen bedarf es bei einer Lumbalpunktion Ihrer Zustimmung. Diese erfolgt in der Regel im Rahmen des Aufklärungsgesprächs, welches vor dem Eingriff geführt wird.
Hierbei werden auch alle Komplikationen, die auftreten können, mit Ihnen besprochen und der jeweilige Nutzen des Verfahrens gegen die Risiken abgewogen.
Mithilfe der Lumbalpunktion lassen sich unterschiedlichste Erkrankungen, die das Nervensystem betreffen, untersuchen und abklären. Zu diesen Krankheiten zählen:
