
1. FC Köln
Hätte Kwasniok auch zu diesem Klub wechseln können?
28.11.2025 – 19:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit Lukas Kwasniok und Horst Steffen treffen zwei Bundesliga-Neulinge aufeinander. Vor seinem Wechsel zum Effzeh war Kwasniok bei Bremen Thema.
Der 1. FC Köln hat mit Lukas Kwasniok seinen Wunschtrainer bekommen und mit dem 44-Jährigen einen starken Saisonstart hingelegt. Horst Steffen hingegen hatte bei Werder Bremen zunächst Probleme. Doch inzwischen stehen die Grün-Weißen einen Punkt und einen Platz in der Tabelle vor dem FC.
Im vergangenen Sommer hätte es bei der Trainerwahl womöglich auch andersherum ausgehen können. Der FC und Werder suchten beide neue Übungsleiter, und sowohl Kwasniok als auch Steffen wurden in Köln und in Bremen gehandelt. Welche Gespräche tatsächlich stattfanden, konnte nicht final bestätigt werden. Doch das Duo soll jeweils von mehreren Clubs Angebote erhalten haben.
Am Ende wechselte Kwasniok aus Paderborn nach Köln und folgte damit auf Gerhard Struber respektive Friedhelm Funkel. Steffen hingegen übernahm Werder, nachdem er mit Elversberg die Relegation verloren und Ole Werner sich nach abgelehnter Vertragsverlängerung vorzeitig aus Bremen verabschiedet hatte.
Es sei „total interessant“, sagte Kwasniok nun am Freitag vor dem direkten Duell in Bremen gegen Steffen und Werder, dass man auch ein halbes Jahr später noch darauf angesprochen werde, „dass dein Name da oder da irgendwo aufgetaucht ist“. Kwasniok verneinte ein Werder-Interesse nicht und beließ es lediglich bei einem: „Das ist Vergangenheit.“
Auch deswegen, weil sich Kwasniok letztlich aus Überzeugung für den FC entschied und sichtlich glücklich ist, in der Domstadt den FC betreuen zu dürfen. „Ich bin hier sehr, sehr happy und habe das Gefühl, dass ich sehr gut hierher passe. Ich fühle mich unheimlich wohl.“ Doch das gelte, so Kwasniok, auch für sein Gegenüber am Samstag, den er bereits aus gemeinsamen Duellen in der 2. Liga kennt.
„Der Saisonstart für Werder nach dem Umbruch im Sommer war nicht einfach, aber inzwischen haben sie sich stabilisiert und eine klare Spielidee“, sagte Kwasniok. „Ich habe das Gefühl, dass der SV Werder mit Horst Steffen einen perfekten Fit getätigt hat.“ Das direkte Duell der beiden Trainer steht bislang Unentschieden: zwei Siege auf beiden Seiten, dazu ein Unentschieden. Kwasniok will es am Samstag auf seine Seite ziehen.
Dafür aber müssen die Geißböcke fast schon Historisches erreichen. Denn der FC konnte in den letzten 30 Jahren nur zwei Siege in Bremen feiern. Zuletzt in der Saison 2014/15 dank eines Tores von Anthony Ujah zum 1:0-Erfolg. Und dann gab es fast auf den Tag genau vor 30 Jahren, am 1. Dezember 1995, einen 1:0-Sieg dank eines Tores von Stefan Kohn. Darüber hinaus setzte es in Bremen 13 Niederlagen und fünf Remis. Doch Kwasniok und der FC wollen ja nicht mehr über die Vergangenheit reden.