
Das sind die Auswirkungen
Hohe Feinstaubbelastung: Luftqualität in Berlin schlecht
05.02.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 2 Min.
In Berlin ist die Luftqualität aktuell an vielen Orten schlecht. Körperlich anstrengende Aktivitäten sollten die Menschen in der Hauptstadt meiden.
Die Luftqualität in Berlin ist am Donnerstagmorgen in vielen Teilen der Stadt schlecht. Daten des Umweltbundesamts zufolge lag der Wert für Feinstaub der Partikelgröße von bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) in Neukölln um 8 Uhr bei 34 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³)
Der Grenzwert für Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 liegt dem Umweltbundesamt zufolge bei 25 µg/m³. Dieser Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit ist in der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung festgelegt. Auf einer fünfstufigen Skala von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ wird die Luftqualität beim Umweltbundesamt eingestuft.
In Wedding lag der Wert bei 31 µg/m³, an der Frankfurter Allee bei 37 µg/m³, am Mariendorfer Damm bei 38 µg/m³ und an der Leipziger Straße bei 37 µg/m³. An all diesen Orten ist die Luftqualität „schlecht“.
In anderen Teilen der Hauptstadt sind die Feinstaubwerte „mäßig“, etwa in Mitte. Dort lag der Wert um 8 Uhr bei 30 µg/m³. Lediglich an zwei Messstellen in Berlin ist der Wert um 8 Uhr „gut“: in Karlshorst und in Marienfelde. Orte mit „sehr guter“ Luftqualität gab es in Berlin am Donnerstagmorgen nicht.
Die feinen Partikel können tiefer in die Atemwege eindringen, dort länger verbleiben und die Lunge nachhaltig schädigen, schreibt das Umweltbundesamt dazu.
Körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien sollten vermieden werden. Auch bei mäßiger Luft empfehlen Experten für empfindliche Menschen, körperlich besonders anstrengende Aktivitäten wie Sport zu verschieben und besser an Orten oder zu Zeiten mit besserer Luftqualität zu trainieren. Wer wiederholt Beschwerden wie Husten oder Kurzatmigkeit hat, sollte seine körperliche Aktivität reduzieren, wie das Umweltbundesamt schreibt.
Im Winter ist die Feinstaubbelastung grundsätzlich größer, weil bei niedrigen Temperaturen mehr Energie benötigt und zum Beispiel mit Kaminen geheizt wird, wie eine Sprecherin des Umweltbundesamtes erklärt. Dazu kommt demnach eine kalte Winterwetterlage mit eingeschränktem Luftaustausch, die schon seit mehreren Tagen anhält. „Dies führt zu einer Anreicherung von Feinstaub in den bodennahen Luftschichten“, so die Sprecherin. Eine andere Wetterlage könne die Luft verbessern.