Dass Lügen kurze Beine haben, geht in seiner Bedeutung auf das 17. Jahrhundert zurück. Was steckt dahinter? Wir erklären es Ihnen.

Während Pinocchio eine lange Nase wächst, wenn er lügt, schrumpfen anderen Schwindlern nicht automatisch die Beine. Dennoch hat das Sprichwort „Lügen haben kurze Beine“ einen gut nachvollziehbaren Hintergrund. Erfahren Sie hier, was die Redewendung genau aussagt und woher sie kommt.

Eventuell haben Sie es schon einmal selbst erlebt: Sie lügen – ob aus Selbstschutz oder um die Gefühle anderer zu schonen – und am Ende kommt doch alles heraus. Die Wahrheit war Ihnen sozusagen auf den Fersen und ließ sich nicht abhängen. Sie hat die Lüge also schnell eingeholt, ähnlich einem Menschen, der mit längeren Beinen viel schneller vorankommt als einer mit kürzeren Gliedmaßen.

Die Quintessenz: Am Ende zahlt sich Lügen nicht aus. Das bedeutet „Lügen haben kurze Beine“.

Diese Erkenntnis dürften auch verurteilte Straftäter teilen, auf die die Redewendung passen kann. In dem Fall haben die Polizei und das Justizsystem die längeren Beine und holen die Kriminellen irgendwann ein. Im Idealfall siegt hier ebenso die Wahrheit. Das gilt insbesondere für Betrugsmaschen. In solchen Fällen belügen Straftäter ihre Opfer in der Hoffnung, Profit zu machen.

Ehrlich währt also am längsten, um eine weitere Redewendung ins Spiel zu bringen. Die Behauptung, dass Lügen kurze Beine haben, gibt es bereits seit Jahrhunderten. Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts tauchte diese Erkenntnis in ähnlicher Form in einem Wörterbuch auf.

Schon damals gingen die Menschen davon aus, dass sie, wenn sie logen, langsamer im Leben vorankämen und die Wahrheit am Ende doch immer herauskäme. Vergleichbare Aussagen finden sich außerdem schon in der Bibel, beispielsweise im Buch „Die Sprüche Salomos“.

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