Lokal nach 30 Jahren dicht – beliebt bei Promis

„Tut uns unendlich leid“

Bei Promis beliebtes Restaurant für immer geschlossen


21.01.2026 – 14:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Frühstück in einem Restaurant (Symbolfoto): Damit warb das „Rosenrot“ in Nippes immer am Wochenende. (Quelle: IMAGO/Fotoagentur WESTEND61/imago)

Nach mehr als 30 Jahren ist Schluss: Ein beliebtes Lokal in Köln-Nippes muss schließen. Zum Abschied fallen emotionale Worte – auch über die prominenten Gäste.

Die Gründe sind offenbar vielfältig: „In den vergangenen Jahren – insbesondere unter den anhaltenden Belastungen der Gastronomie – wurde jedoch deutlich, dass das Rosenrot in seiner bisherigen Form keine tragfähige Zukunft mehr hat“, sagte die bisherige Betreiberin Annett Koch am Mittwoch dem „Express“.

Neben wirtschaftlichen und personellen Herausforderungen hätten zuletzt auch zunehmende bürokratische Anforderungen dazu beigetragen, dass ein verantwortungsvoller Weiterbetrieb nicht mehr möglich sei. „Die Entscheidung zur Schließung ist nicht leichtgefallen, war aber notwendig, um ehrlich mit der Situation umzugehen und dieses Herzensprojekt nicht schleichend auszubluten“, so die 58-Jährige.

Koch sucht derzeit nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin, die sich auf ein Gastro-Abenteuer einlassen will. Die Stammgäste im Veedel sind jedenfalls geschockt. „Das ist wirklich mehr als schade, ja traurig“, schreibt eine Besucherin auf Facebook. „Es tut uns unendlich leid“, kommentiert eine andere.

Die „Rosenrot“-Betreiber hatten auf ihrer Facebook-Seite bereits Ende der vergangenen Woche das Aus des bekannten Nippeser Restaurants bekannt gegeben. In einem emotionalen Abschiedspost auf Facebook hieß es dort: „Das Rosenrot war ein Ort für Menschen. Für Begegnungen, für Pausen, für Gespräche, für Trost, für Lachen, für Alleinsein und Zusammensein.“

Über die Jahre seien bekannte Gesichter aus der Kölner Fernsehlandschaft ins „Rosenrot“ gekommen – doch besonders behandelt seien die in dem Nippeser Lokal nicht behandelt worden. Für die Betreiber galt stets: „Bei uns war jeder Mensch.“

30 Jahre lang hatten die Betreiber gemeinsam mit ihrem Team das Lokal geführt. „Nicht perfekt. Aber ehrlich. Und immer menschlich“, schreiben sie zum Abschied. Ihr Abschiedsgruß endete auch mit einem Wunsch – und zwar, „dass es Orte geben wird, an denen meine Gäste aufgefangen werden. Dass es Gastronomen gibt, die nicht nur servieren, sondern sehen. Die nicht nur kochen, sondern fühlen. Die mit Liebe begegnen, auch wenn es anstrengend ist.“

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