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Mittwoch, Mai 25, 2022

Pickel: In schlimmen Fällen droht Blutvergiftung

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Kurz vor dem Date ist er plötzlich da: der dicke, rote Pickel zwischen Nase und Oberlippe. Ausdrücken sollte man ihn aber nicht. Denn im schlimmsten Fall drohen Blutvergiftung und Thrombose. Wir haben Doktor Hans-Georg Dauer, Hautarzt und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen, gefragt, was passieren kann, wenn man Pickeln mit dem Fingernagel zu Leibe rückt.

Pickel nicht quetschen

Es ist bekannt, dass man Pickel nicht ausdrücken soll. Zum einen können dadurch Erreger in die kleine Wunde eindringen, zum anderen können sich bereits entzündete Hautzellen ausbreiten und zu einer noch schlimmeren Entzündung führen. Zudem bleiben oft unschöne Narben zurück. Kritisch sind Pickel, die zwischen der Oberlippe und der Stirn auftreten. Denn genau in diesem Bereich verlaufen die Hirnvenen. “Durch das Quetschen können Eiter und Bakterien in diese Venen kommen und das kann gefährlich werden”, warnt Dauer. Je näher die Entzündung an Nase oder Augen auftritt, umso gefährlicher ist sie.

In schlimmen Fällen droht Blutvergiftung

Bei normalen, kleinen Pickeln besteht in der Regel keine Gefahr. Problematisch wird es, wenn sich der Pickel, beispielsweise durch Drücken und Quetschen, weiter entzündet und eitert. Meist ist das Bakterium Staphylococcus aureus, das ganz natürlich auf unserer Haut vorkommt, der Auslöser. Gelangen die Keime in tiefere Hautschichten, kann es unter anderem zu einer Blutvergiftung kommen: “Ist neben der entzündeten Stelle ein roter Streifen zu sehen, ist die Stelle heiß, geschwollen und schmerzt oder leidet der Betroffene sogar unter Schüttelfrost und Fieber, muss sofort ein Arzt gerufen werden”, betont der Dermatologe.

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