7.2 C
München
Samstag, Oktober 1, 2022

Kleinwagen mit Pep – Kia E-Soul im Autotest: Lifestyle an der Ladesäule

Muss lesen

Dafür sind die Platzverhältnisse ganz ordentlich: Zwar ist der Kofferraum mit 315 bis 1339 Litern spürbar kleiner als beim E-Niro. Und dieser überragt den 4,20 Meter langen Soul auch um rund 15 Zentimeter. Doch bietet die coole Karosserie aus Korea genügend Platz auf allen Plätzen und selbst für Erwachsene ist der Rücksitz keine Strafbank.

Elektrisch, aber nicht exotisch

Dass der Soul ein “E” im Namen trägt und zumindest in Europa neuerdings nur noch elektrisch angeboten wird, hat man nach dem Einsteigen schnell wieder vergessen. Klar ist das Auto flüsterleise. Es erzeugt beim Anfahren zum Schutz der Fußgänger einen spacigen Sound. Und wer an den Schaltwippen am Lenkrad das Spiel mit den Rekuperationsstufen zur Energierückgewinnung beim Bremsen erst einmal raus hat, der fährt die meiste Zeit mit einem Pedal.

Außerdem kann der Kleinwagen sein stolzes Gewicht von 1,8 Tonnen vor allem in starken Kurven kaum verhehlen. Doch von diesen Eigenheiten einmal abgesehen, ist der Elektroantrieb im besten Sinne unauffällig und man fährt den E-soul wie jeden anderen Kleinwagen.

Zumindest, wenn man sich für die stärkere der beiden Motorisierungen entscheidet. Dann kommt der Motor auf 150 kW/204 PS, der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 7,9 Sekunden und das Spitzentempo liegt bei 167 km/h. Aber vor allem hat der Akku dann eine Kapazität von 64 kWh, die auf dem Prüfstand für 452 Kilometer reichen und auch in der Praxis einen Tag ohne angstvollen Blick auf den Ladestand ermöglichen. Denn 300, eher 350 Kilometer schafft man locker, bevor man Nachladen muss.

Alternativ dazu bietet Kia genau wie beim Niro eine abgespeckte Variante mit weniger Leistung und geringerer Reichweite an. Dort hat der Motor nur 100 kW/136 PS und der Akku 39,2 kWh, so dass nach dem Kickdown bei 155 km/h und im Normzyklus nach 277 Kilometern Schluss ist. Was den E-Soul von anderen Kleinwagen unterscheidet, sind die vielen Fahrprogamme: Mit ihnen kann man den Wagen betont sportlich fahren oder so sparsam, dass neben der Motorleistung auch die Klimaanlage gedrosselt wird und man ein paar Kilometer Reichweite gewinnt.

Staupilot und Schellladefunktion

Zur Serienausstattung des bis zu 167 km/h schnellen Stromers zählen laut Hersteller unter anderem ein Staupilot, LED-Scheinwerfer, ein neues Telematiksystem mit Online-Funktion sowie eine Schellladefunktion, mit dem man den Akku in weniger als einer Stunde wieder zu 80 Prozent befüllen kann.

Außerdem gibt es jede Menge Extras. So bietet der Soul allerlei Assistenten von der Abstandsregelung bis zum Head-Up-Display und Komfort-Features wie Sitzheizung auf allen Plätzen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Neuesten Nachrichten