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Samstag, Mai 28, 2022

Das Samsung Galaxy S22 Ultra im Test

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Berlin (dpa/tmn) – Ein massiver Aluminiumrahmen mit angenehm runden Kanten, vorne und hinten Glas. Fühlt sich gut an, liegt gut in der Hand und ist stabil.

So gesehen ist Samsungs Galaxy S22 Ultra schon mal ein rundum gelungenes Gerät. Zudem sieht das neue Design mit den fünf einzelnen runden Linsen in der Rückseite eleganter aus als der große Kamerablock des Vorgängers.

Kameras gibt es insgesamt fünf: Vier auf der Rückseite, eine vorne. 108 Megapixel (MP) für die Hauptkamera, 10 MP für die 10fach- und die 3fach-Zoomkamera, 12 MP für die Weitwinkelkamera. Die Selfiekamera hat eine Auflösung von 40 MP.

Ziemlich viel drin

Im Inneren des Ultra stecken Samsungs Chipsatz Exynos 2200 mit acht Kernen, bis zu ein Terabyte Speicher und – je nach Modell – acht oder zwölf Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher. Dazu gibt es ein 6,8 Zoll großes AMOLED-Display. Es ist an den Seiten leicht gekrümmt und mit 1750 Nits maximaler Helligkeit sehr leuchtstark.

Mit dem 5000 Milliamperestunden fassenden Akku ist das Ultra ein echter Dauerläufer. Bei gelegentlicher Nutzung ohne viel Social Media und Spiele kommt es locker auf zwei bis drei Tage Stand-by. Kopfhörer und Netzteil liegen nicht mehr in der Packung – aus Umweltgründen sagt Samsung. Dafür neu: Der Bedienstift S-Pen. Er steckt unten links im Gehäuse des Telefons.

Und hier beginnt das S22 Ultra, sich von Vorgängern und den kleineren Modellen der S22-Serie abzuheben. Der Stift verleiht ihm Organizer-Fähigkeiten, die bisher dem Galaxy Note vorbehalten waren.

Besonders fein: Schreibt man auf dem Display, gibt es eine Art audiohaptisches Feedback. Es klingt wirklich so – und fühlt sich auch ein wenig so an – als würde man auf Papier schreiben. Kurz: Wer die Galaxy Notes bisher mochte, wird auch das S22 Ultra mögen.

Kraftvoller Dauerläufer

Im Alltag schlägt sich das Note so, wie es sich für ein Smartphone zum Startpreis von aktuell knapp 1300 Euro gehört. Sieht gut aus, läuft fix, läuft lange. In Sachen Komfort hat Samsung einen Schritt nach vorne gemacht. Der Fingerabdrucksensor sitzt nun endlich so, dass man ihn bequem mit dem Daumen erreicht.

Auch die Kamera macht zunächst richtig Spaß. Schon seit dem S20 Ultra ist die Kombination aus vier Kameras leistungsstark und ziemlich vielseitig. Von Standfotos bis hin zu hochauflösenden Videos und Spezialmodi wie einer Kombination aus Fotos und Videos der unterschiedlichen Kameras (Single Take) funktioniert alles gut. Toll auch die Regiefunktion: Damit lässt sich beim Filmen zwischen den einzelnen Zoomstufen und Linsen wechseln.

Aufnahmen bei Tag gelingen scharf, farbig und lebendig. Bei wenig Licht spielt das Ultra seine Stärke aus. Die Kombination aus Linsen, Sensoren und Software sorgt für detailreiche Bilder auch bei schwacher Beleuchtung. Die mechanische Stabilisierung der Kameras verhindert dabei allzu große Verwackler.

Wo sind all die Details hin?

Apropos Zoom: Bis zu 100fache Vergrößerung kann das Ultra mit einer Kombination aus optischem und digitalem Zoom liefern. Praktisch bleibt man aber besser unterhalb von Zoomfaktor 30, darüber wird es arg krümelig. Da hat sich seit dem S20 Ultra gefühlt wenig verändert.

Ein wenig Jammern auf hohem Niveau: Zoomt man in die Aufnahmen rein, erkennt man gelegentlich recht starke Eingriffe der Kamerasoftware. Sie sorgt für teils verwaschene Details und Bildrauschen an unerwarteten Stellen. Andere Samsungs – namentlich der Vorgänger S21 Ultra oder das kürzlich vorgestellte S21 5G FE schnitten in diesem Punkt in einem Test der Fachzeitschrift”Chip”leicht besser ab.

Die Frage Note oder Galaxy stellt sich nicht mehr. Das S22 Ultra vereint die Kamera- und Organizereigenschaften beider Modelle sinnvoll in einem Gerät. Ein neues Note wird damit überflüssig.

Das S22 Ultra mit Stift, 128 GB internem Speicher und 8 GB Arbeitsspeicher kostet knapp 1250 Euro. Hier sind hundert Euro mehr aber gut angelegt: Für 1350 Euro gibt es mit 256 und 12 GB ein runderes Gerät.

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