
Studie deckt Risikofaktoren auf
Leukämiefälle weltweit um ein Drittel gestiegen
07.01.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Zahl der Erkrankungen an Blutkrebs hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich verändert. Das zeigt eine globale Analyse.
In den vergangenen 30 Jahren hat die Zahl der Leukämiefälle weltweit um 28 Prozent zugenommen. Diese alarmierende Entwicklung geht aus einer aktuellen Analyse hervor, die Gesundheitsdaten aus 204 Ländern ausgewertet und die globalen Muster der Erkrankung beleuchtet hat. Besonders betroffen sind demnach zwei Altersgruppen: Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren und ältere Erwachsene ab 70 Jahren.
Die Studie, die auf Daten des „Global Burden of Disease Study 2021“ basiert, zeigt jedoch auch eine Kehrtwende bei der Krankheitsbelastung. Trotz des Anstiegs der Leukämiefälle konnte die Zahl der krankheitsbereinigten Lebensjahre („Disability-Adjusted Life Years“, kurz: DALYs) weltweit um 16,2 Prozent gesenkt werden. Diese Zahl misst, wie stark die Lebensqualität der Betroffenen durch die Krankheit beeinträchtigt wird. Ein Rückgang der DALYs bedeutet, dass die Auswirkungen von Leukämie auf das Leben der Patienten insgesamt verringert wurden – ein Zeichen für Fortschritte in der Behandlung.
Neue Therapien, einschließlich zielgerichteter Medikamente, Stammzelltransplantationen und verbesserter Chemotherapie, haben die Überlebensraten der Betroffenen deutlich erhöht. Dieser Fortschritt ist jedoch nicht gleichmäßig verteilt: In hoch entwickelten Ländern mit gutem Zugang zu moderner Medizin sind die Verbesserungen am stärksten, während in weniger entwickelten Regionen die Fortschritte langsamer voranschreiten.
Die Studie untersuchte auch die verschiedenen Subtypen der Leukämie, darunter:
CLL erwies sich dabei als die häufigste Leukämieform, während AML den größten Anteil an der Krankheitsbelastung ausmachte. Besonders auffällig war, dass in den letzten Jahrzehnten signifikante Rückgänge bei der CML- und ALL-Belastung zu verzeichnen waren, während AML nach wie vor einen großen Anteil an den DALYs hatte.