Schrecksekunden im Finale

So endet der letzte „Tatort“-Einsatz von Batic und Leitmayr

07.04.2026 – 01:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, l.) und Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) in einer „Tatort“-Szene: Am Ostermontag lief der letzte Krimi mit den beiden. (Quelle: Hendrik Heiden/dpa)

Batic und Leitmayr lösen ihren 100. „Tatort“-Fall in München – doch dann wird einer von ihnen blutüberströmt abtransportiert. Ob er überlebt, war bis zuletzt geheim.

Es hätte dramatischer enden können. Am Ostermontag strahlte die ARD den 100. und letzten Münchner „Tatort“ mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl aus – und erfüllte den beiden Schauspielern dabei ihren ausdrücklichen Abschiedswunsch: Ihre Figuren überleben.

Allerdings nur knapp. Als Franz Leitmayr (Wachtveitl) am Ende des finalen Showdowns blutüberströmt und reglos abtransportiert wird, sorgt das für Schrecksekunden. Kurz zuvor hatte sein Partner Ivo Batic (Nemec) ihn noch eindringlich ermahnt: „Spinnst Du, willst Du Dich im letzten Fall erschießen lassen?“ Leitmayr wird schließlich von seinem einstigen Assistenten und jetzigen Nachfolger Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) gerettet – in letzter Sekunde.

Das Ende der Folge „Unvergänglich“ (Teil zwei der Abschiedsdoppelfolge) gerät dann versöhnlich: Batic und Leitmayr stehen gemeinsam unter kroatischer Sonne, fahren im roten Porsche in den Sonnenuntergang – und im Radio läuft „Only You“. Derselbe Song, der aus denselben Lautsprechern erklang, als die beiden Schauspieler vor dreieinhalb Jahrzehnten in ihrem allerersten Fall „Animals“ zum ersten Mal in ihren Paraderollen zu sehen waren.

Bis zur Ausstrahlung war streng geheim gehalten worden, wie genau die Ära der Münchner Kommissare endet. Im Vorfeld hatten Nemec und Wachtveitl offen über ihre Wünsche gesprochen. „Wir haben uns gewünscht, dass sie leben, also dass sie Freude am Leben haben und deswegen haben wir gesagt, das müsste nicht sofort zum Tod führen, letal werden. Aber das steht dann immerhin noch der Redaktion zu. Und es kann immer noch Überraschungen geben“, sagte Nemec am Rande des Drehs.

Wachtveitl brachte seinerseits eine ganz andere Möglichkeit ins Spiel: „Es könnte natürlich auch eine Überlegung derart eine Rolle spielen, dass man uns wirklich totmacht, damit wir nicht nochmal auferstehen.“ Aus Sicherheitsgründen, sozusagen.

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