
Ob ein Schenkelbruch statt (oder auch zusätzlich zum) Leistenbruch vorliegt, kann bei der Frau dennoch schwer zu erkennen sein. Denn häufig – vor allem bei starkem Übergewicht – sind Schenkelbrüche nur schlecht zu ertasten. Für Betroffene ist ein unerkannter Schenkelbruch jedoch ein hohes Risiko, da dieser eher zur Einklemmung führt, die schnell lebensbedrohlich verlaufen kann.
Grundsätzlich hat ein Leistenbruch bei der Frau dieselbe Ursache wie alle äußeren Hernien (zu denen auch die Nabel-, die Narben- und die Zwerchfellhernie gehören): eine Schwachstelle in der vorderen Bauchwand, an der das Gewebe dem Druck innerhalb des Bauchs leichter nachgibt. Die Leistenregion bildet bei jedem Menschen eine natürliche Schwachstelle, weil die Bauchwand dort
Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko für einen Leistenbruch bei der Frau. Ursache ist oft eine altersbedingte Bindegewebsschwäche. Weitere Faktoren, die das Bindegewebe schwächen und somit Leistenbrüche begünstigen können, sind unter anderem: Erkrankungen, Rauchen, Untergewicht oder frühere Verletzungen der Bauchwand.
Manche Frauen sind möglicherweise erblich bedingt anfälliger für Leistenbrüche. Überdies steigt das Risiko für einen Leistenbruch bei der Frau, wenn der Druck in ihrem Bauch erhöht ist. Verantwortlich hierfür kann beispielsweise eine Schwangerschaft sein, aber auch
Allerdings bekommen nur etwa 3 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Erwachsenenlebens einen oder mehrere Leistenbrüche, während es bei Männern rund 27 Prozent sind. Beim Mann ist das Risiko für einen Leistenbruch also deutlich höher als bei der Frau. Das liegt vor allem daran, dass Frauen einen engeren Leistenkanal haben.
Oft genügt bereits eine körperliche Untersuchung, um einen Leistenbruch bei der Frau zu diagnostizieren. Ist eine tast- und sichtbare Schwellung oder Vorwölbung in der Leiste vorhanden, die sich zurückschieben lässt, gilt dies als eindeutiger Hinweis für einen Leistenbruch.