Leipziger Buchmesse sagt Romanvorstellung von AfD-Mann Krah ab

„Massive Sicherheitsbedenken“

Buchmesse streicht Buchvorstellung von AfD-Politiker


18.02.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 1 Min.

AfD-Politiker Maximilian Krah: Eigentlich wollte er auf der Leipziger Buchmesse seinen neuen Roman vorstellen. (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler/imago)

Wegen „massiver Sicherheitsbedenken“ darf der AfD-Politiker Maximilian Krah seinen neuen Roman nicht auf der Leipziger Buchmesse vorstellen. Der Rechtspopulist ist überrascht.

Die Leipziger Buchmesse hat die geplante Romanvorstellung des AfD-Politikers Maximilian Krah gestrichen. Wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten, wurde die Vorstellung seines Romans „Die Reise nach Europa“ aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Die Lesung war für den 21. März angesetzt und vom Castrum Verlag angemeldet worden. Aufgrund der „hohen Bekanntheit Krahs“ und seiner „öffentlich sehr kontrovers diskutierten Positionen“ bestünden „massive Sicherheitsbedenken“, teilte die Buchmesse mit. Die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher, insbesondere von Schulklassen, Familien und jungen Menschen, habe oberste Priorität. Das Sicherheitskonzept der Messe sehe vor, Veranstaltungen mit erheblichem Risikopotenzial nicht zuzulassen oder in einem alternativen Rahmen durchzuführen.

Krah zeigte sich über die Entscheidung überrascht. Gegenüber dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ erklärte er, eine Buchmesse, die Angst davor habe, ein „unpolitisches“ Buch zu besprechen, brauche „kein Mensch“. Die angeführten Sicherheitsbedenken wies er zurück. Sein Verlag werde versuchen, die Veranstalter umzustimmen. Eine Veranstaltung, „wo alle einer Meinung sein müssen, um sich präsentieren zu dürfen, ist intellektuell tot“, so Krah.

Die Leipziger Buchmesse betonte hingegen, sie verstehe sich als Plattform für Ideen, Gedanken und Geschichten, auf der Literaturschaffende, Gesellschaft und Öffentlichkeit eingeladen seien, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das 2026 erschienene Werk von Krah behandelt Themen wie Europas Geschichte, Erinnerung, Identität und Verantwortung.

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