Lebensgefährte wegen Totschlagsverdacht in U-Haft

Ermittlungen spitzen sich zu

Fund von Leiche ohne Kopf: Lebensgefährte in U-Haft

07.02.2026 – 10:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizei (Symbolbild): Der Lebensgefährte einer getöteten Frau wurde in Untersuchungshaft genommen. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)

Im November wurden die abgetrennten Hände einer Frau auf der Autobahn gefunden – wenig später stellte die Polizei ihre Leiche sicher. Jetzt wurde ihr Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen.

Der Lebensgefährte einer getöteten 32-jährigen Frau, deren abgetrennte Hände auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen gefunden wurden, sitzt seit Freitag in Deutschland in Untersuchungshaft. Gegen den 41-jährigen Mann aus Äthiopien besteht der dringende Verdacht des Totschlags, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn mit.

Am vergangenen Mittwoch brachten Ermittler der Mordkommission und der Bonner Staatsanwaltschaft den Mann nach Deutschland, nachdem mit Hilfe des Auswärtigen Amtes ein Auslieferungsersuchen gestellt worden war. Am Freitag wurde der 41-Jährige einem Haftrichter in Bonn vorgeführt, der ihn in Untersuchungshaft schickte. Zu den Vorwürfen hat sich der Verdächtige bislang nicht geäußert.

Der grausige Fall begann Mitte November damit, dass auf der A45 bei Olpe abgetrennte Hände gefunden wurden. Durch Fingerabdrücke konnten diese einer 32-jährigen Eritreerin zugeordnet werden, die gemeinsam mit ihrem drei Monate alten Kind in einer Asylunterkunft in Bonn gemeldet war.

Das Baby wurde wenige Tage vor dem Fund der Hände unverletzt in einem Kinderwagen vor einem Kloster im hessischen Waldsolms entdeckt. Ende November fanden Ermittler dann die Leiche der Frau in einem Waldstück bei Monreal im Landkreis Mayen-Koblenz. Ein DNA-Abgleich bestätigte die Identität des Leichnams und den Zusammenhang mit dem Fund der abgetrennten Hände.

An dem Leichnam fehlten nicht nur die Hände, sondern auch der Kopf, der bis heute nicht gefunden wurde. Auch der Tatort bleibt weiter unklar. Die Frau hatte am 16. November 2025 ihre Unterkunft in Bonn verlassen.

Mitte Dezember lag schließlich ein Haftbefehl gegen den tatverdächtigen Lebensgefährten vor. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

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