Lawinenwarnstufe nur bei zwei – aber eine Gefahr bleibt

Bayerische Alpen

Lawinenwarnstufe zwei – Triebschnee birgt Gefahr

Aktualisiert am 26.01.2026 – 19:58 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Lawinengefahr wird oft unterschätzt (Archivbild). Momentan ist in für die bayerischen Alpen allerdings die Warnstufe im unteren Bereich der Skala. (Quelle: Jakob Gruber/APA/dpa/dpa-bilder)

Trotz mäßiger Lawinengefahr bleibt Triebschnee ein Risiko in den bayerischen Alpen. Dennoch gibt es laut Experten ein Problem.

Trotz des jüngsten Schneefalls herrscht laut Lawinenwarndienst Bayern in den bayerischen Alpen selbst oberhalb von 1.800 Metern nur mäßige Lawinengefahr. Die Lawinenexperten gaben die Warnstufe zwei auf der fünfteiligen Skala auf, für die niedriger gelegenen Gebiete sogar nur Stufe eins, also geringe Gefahr.

Trotzdem warnen die Lawinenexperten: Das Hauptproblem sei derzeit der Triebschnee, der sich auf teils verharschten Schneeschichten gesammelt habe. Kleine Schneebrettlawinen könnten durch geringe Zusatzbelastung – etwa durch einen Skifahrer – im steilen Gelände in Kammnähe ausgelöst werden, gefährdet seien auch Rinnen und Mulden.

Am Wochenende waren in österreichischen Bundesländern Salzburg und Steiermark drei Schneebretter niedergegangen, acht Wintersportler starben. Von dem folgenschwersten Unglück war eine Kursgruppe des Alpenvereins betroffen. Vier von sieben Kursteilnehmern wurden getötet – es war ein Kurs für Tourenführer, geleitet von einer Bergführerin.

Das Problem auch laut Warndiensten bei geringerer Lawinengefahr: Die Warnstufen beziehen sich auf größere Gebiete – im Einzelfall und an bestimmten exponierten Stellen kann die Lage anders sein. Um dies einzuschätzen, ist viel Erfahrung nötig.

Nach Lawinenunglücken sind die ersten 10 bis 15 Minuten entscheidend. Dann sinkt die Überlebenschance sehr schnell ab.

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