Wegen Neuschnee
Warnungen aktiv: Lawinengefahr in den Alpen
08.01.2026 – 19:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Für die Nacht angekündigter Neuschnee erhöht die Gefahr von Lawinen im Alpenraum. Wo Tourengeher, Wanderer und Skifahrer aufpassen sollten.
Die Lawinengefahr ist aktuell noch relativ gering. Doch mit dem angekündigten Neuschnee in der Nacht von Donnerstag auf Freitag könnte sich das ändern. Die Lawinenwarndienste in Deutschland, Österreich und Italien haben bereits ihre Warnungen angepasst.
In Bayern werden im Tiefland bis zu 10 Zentimeter Neuschnee erwartet, in Hochlagen 15 Zentimeter oder mehr. Hinzu kommt die Wetterlage aus starkem Wind, teils mit Orkanböen von bis zu 120 km/h. Unterhalb von 1000 Metern wird der Schnee eher zu Regen, doch auch das ist gefährlich: Es droht Glatteis.
„Mit stürmischem Wind und Neuschnee steigt die Lawinengefahr weiter an“, erläutern die Experten des Lawinenwarndienstes Bayern. Betroffen sind vor allem Schneeschuhwanderer und Skitourengeher. In Bayern hatten sie in diesem Winter wenig Chancen auf frischen Neuschnee und dürften die Gelegenheit nun beim Schopf packen. Doch gerade die Verwehungen durch den Wind schaffen gefährliche Bedingungen.
Der Schneefall hält bis zum Samstag an, daher ist mit Neuschnee von bis zu 40 Zentimetern zu rechnen.
Der Europäische Lawinenwarndienst (EAWS) warnt davor, dass ab Stufe 3 („erheblich“) selbst Geübte die gefährlichen Schneefelder nicht immer erkennen können und Gefahr laufen, mittlere Lawinen auszulösen. Wer eine Tour geplant hat oder im Skigebiet ist, sollte sich also vor Ort zu den aktuellen Bedingungen informieren und sich nur dort aufhalten, wo es keine Lawinengefahr gibt. Informationen zu allen Lawinenwarndiensten gibt es außerdem auf der Website des Alpenvereins (DAV).
