
Tief im Schnee begraben
Lawine rast Berg hinunter – und reißt zwei Menschen mit sich
06.02.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Nachmittag, drei Lawinen – in Italien wird die Bergwacht zu einem Einsatz gerufen. Doch auf dem Weg dahin entdecken sie einen weiteren Abgang. Für die Retter beginnt ein Großeinsatz.
In Südtirol sind am Donnerstag zwei Skifahrer aus Finnland bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Die Lawine habe sich am frühen Nachmittag an der Schöntaufspitze abgelöst, berichtete der italienische öffentlich-rechtliche Rundfunksender Rai Südtirol unter Berufung auf die Bergwacht Sulden. Dass die Retter überhaupt auf die Verschütteten aufmerksam geworden waren, war einem Zufall geschuldet.
Eigentlich sei die Bergwacht gerade auf dem Weg zu einer weiteren Lawine im Bereich der Madrisch-Hütte gewesen, berichtete Rai Südtirol. Von dort sei ein Notruf von einem Mann eingegangen, hieß es weiter.
Vom Hubschrauber aus sollen die Bergretter dann an der Schöntaufspitze einen Mann entdeckt haben, der im Schnee nach seinen zwei Freunden gesucht haben soll. Daraufhin habe laut dem Sender eine große Suchaktion an beiden Unfallstellen begonnen. Insgesamt seien etwa 40 Einsatzkräfte vor Ort gewesen.
Während der Mann, der den Notruf nahe der Madrisch-Hütte abgesetzt hatte, leicht verletzt geborgen werden konnte, soll für die beiden Skifahrer aus Finnland an der Schöntaufspitze jede Hilfe zu spät gekommen sein.
Obwohl beide Lawinenverschüttetensuchgeräte bei sich getragen haben sollen, hätten sie dem Bericht zufolge nur noch leblos im Schnee geborgen werden können. Der eine habe dabei etwa 60 Zentimeter unter der Oberfläche gelegen, der andere etwa eineinhalb Meter. Es soll sich um zwei Freerider im Alter zwischen 50 und 60 Jahren halten.
Wie der ORF berichtete, soll die Suchaktion an der Madritsch-Hütte aus Sorge vor weiteren Verschütteten noch bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgeführt worden sein. Dabei habe sich erneut eine Lawine abgelöst, hieß es. Doch weder unter diesen Schneemassen noch unter der ursprünglichen Lawine seien Menschen gefunden worden, hieß es abschließend.