Lars Windhorst in den Epstein-Akten: Ex-Hertha-Investor wollte Treffen

Ex-Kanzler hielt viel von ihm

Lars Windhorst wollte offenbar Epstein treffen

Aktualisiert am 08.02.2026 – 09:13 UhrLesedauer: 3 Min.

Lars Windhorst (Archivbild): Der deutsche Investor taucht in den Epstein-Akten auf. (Quelle: Frank Molter/dpa/dpa-bilder)

Vereinzelt tauchen auch deutsche Namen in den Epstein-Akten auf. Darunter ist auch ein ehemaliger Fußballinvestor.

In den kürzlich veröffentlichten Akten um Jeffrey Epstein ist ein weiterer Name aus Deutschland aufgetaucht. So versuchte Lars Windhorst, der ehemalige Investor von Hertha BSC, offenbar mit Epstein in Kontakt zu treten.

Ein Vertrauter wandte sich um 24. Juni 2018 mit einer E-Mail an Epstein und vermittelte Windhorsts Wunsch nach einem Treffen. Darüber hatte zunächst „Business Insider“ berichtet. Der Vertraute schreibt darin: „Es gibt einen jungen deutschen Unternehmer namens Lars Windhorst, der dich gerne treffen würde, wenn es dir passt.“

Windhorst habe „eine bewegte Vergangenheit und war zweimal insolvent, ist aber wieder auf dem Weg nach oben“, heißt es in der Mail. „Ich mag ihn und ich glaube, du würdest ihn auch mögen. Lass mich wissen, ob du damit einverstanden bist, dann stelle ich ihn dir gerne vor.“ Dabei sollte es um die Übernahme der Dessous-Marke „La Perla“ durch Windhorst gehen. In seiner Antwort ging Epstein nur auf einen anderen Aspekt der Mail ein, nicht auf ein mögliches Treffen mit Windhorst.

Wie wichtig es Windhorst mit einem Treffen war, zeigt die Tatsache, dass Epsteins Vertrauter ihn am darauffolgenden Tag noch einmal mit der Bitte um ein Treffen kontaktierte. Diesmal antwortete Epstein auch und stimmte einem Treffen zu. Ob es dazu tatsächlich kam, ist allerdings nicht belegt. Epstein war zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme bereits ein verurteilter Sexualstraftäter.

Dem britischen Portal „Private Equity News“ erklärte Windhorst in einer Stellungnahme, er habe Epstein nie getroffen, nie mit ihm gesprochen und ihn nicht gekannt. Zudem habe er nie mit ihm kommuniziert. Weiterhin betont er, auch mit anderen nie über Epstein gesprochen zu haben.

Die Nachrichten sind allerdings nicht die einzigen Dokumente in den Epstein-Akten, in denen Windhorsts Name auftaucht. Bereits 2013 fragte der ehemalige britische Minister Peter Mandelson, ob Epstein von dem „deutschen Finanztypen“ Lars Windhorst gehört habe. Eine Antwort ist nicht in den Akten enthalten.

2015 bekam Epstein zudem eine Mail von Windhorst weitergeleitet, in der er die Öffentlichkeit über eine Personalie in einem seiner Unternehmen informierte.

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