Impfung empfohlen

RKI warnt vor neuem FSME-Risikogebiet in Niedersachsen

27.02.2025 – 18:58 UhrLesedauer: 1 Min.

Zecke auf der Haut: Im Jahr 2024 wurden 686 FSME-Erkrankungen gemeldet. (Quelle: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.)

In Niedersachsen gibt es ein neues Risikogebiet für FSME. Die Krankheit wird durch Zecken übertragen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat drei neue Regionen als Risikogebiete für die durch Zecken übertragene Krankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) in Deutschland ausgewiesen. Eines davon liegt in Niedersachsen: Demnach besteht nun ein Infektionsrisiko im Landkreis Celle. Daneben sind der Stadtkreis Augsburg und Landkreis Elbe-Elster betroffen. Insgesamt gelten bundesweit 183 Kreise als FSME-Risikogebiete.

FSME wird durch Viren verursacht, die über Zeckenstiche in den menschlichen Körper gelangen können. Die Krankheit kann zu Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks führen.

Im Jahr 2024 wurden 686 FSME-Erkrankungen gemeldet – die zweithöchste Zahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001. Dies entspricht fast dem Doppelten des jährlichen Medianwerts von 352 Erkrankungen. Im Jahr 2020 war mit 718 Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Experten warnen, dass eine Infektion mit FSME inzwischen bundesweit möglich ist. Der Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME, Gerhard Dobler, erklärte, dass ganz Deutschland als Risikogebiet betrachtet werden sollte. In diesem Fall könnten bisherige Risikogebiete als Hochrisikogebiete eingestuft werden.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in betroffenen Gebieten vermehrt Zecken ausgesetzt sind oder beruflich ein erhöhtes Risiko tragen, wie etwa Beschäftigte in der Forst- und Landwirtschaft.

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