Längste Seebrücke komplett eingefroren – Folgen für Seenotretter

Naturschauspiel

Längste Seebrücke der Ostsee komplett eingefroren

04.02.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Eis auf der Ostsee: Die kalten Temperaturen legen einen Inselhafen in der Ostsee lahm. (Quelle: Philip Dulian/dpa/dpa-bilder)

Die Temperaturen sind seit Wochen ungewöhnlich niedrig. An der Küste führt das zu einem Naturschauspiel. Allerdings hat das jetzt auch Konsequenzen für Rettungseinsätze.

Die längste Seebrücke im Ostseeraum und der Inselhafen vor Prerow sind komplett von Eis umschlossen. Erstmals seit seiner Inbetriebnahme ist der Hafen nicht mehr schiffbar, teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Das hat auch Auswirkungen auf Seenotretter.

Andere Häfen in der Region können laut Umweltminister Till Backhaus (SPD) bereits seit etwa vier Wochen aufgrund der Eisbildung nicht mehr angelaufen werden. In der vergangenen Nacht bildete sich auch in der Prerow Bucht eine Eisdecke, die den Inselhafen nun vollständig umschließt. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger musste infolgedessen ihren Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ zunächst auf See und dann nach Rostock-Warnemünde verlegen, erklärte er weiter.

Der Hafen liegt etwa 700 Meter vor der Küste und ist über die rund 720 Meter lange Seebrücke erreichbar. Trotz der eisigen Temperaturen kommen täglich bis zu 300 wetterfeste Besucher. Das Ministerium versichert, dass der Inselhafen mit seinem Funktionsgebäude und der Seebrücke weiterhin von Mitarbeitern des Nationalparks Vorpommern betreut wird und die sanitären Anlagen nutzbar bleiben.

Am Ende der Seebrücke wurde mit großen Steinen ein Ringwall aufgeschüttet, der als Etappen- und Nothafen konzipiert ist. Er kann jeweils für eine Nacht als Liegeplatz genutzt werden und dient normalerweise auch den Schiffen der Seenotrettung.

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