
Vorstoß zu Länderneugliederung
Umfrage: Söder ohne Mehrheit – selbst in Bayern
20.01.2026 – 08:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) findet wenig Zustimmung für seinen Plan zur Neugliederung der Bundesländer. Nicht nur die Politik ist gegen die Idee.
Zwei Drittel der Deutschen lehnen es ab, Bundesländer zusammenzulegen. Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Illustrierten „Stern“. Demnach sind 64 Prozent gegen eine Neugliederung der 16 Länder, 30 Prozent dafür und sechs Prozent äußern sich nicht.
Auch in Bayern lehnen allerdings 67 Prozent der Bürger eine Neugliederung ab, wie die Umfrage ergab. Ähnlich sind die Ergebnisse in anderen bevölkerungsreichen Ländern – etwa in Nordrhein-Westfalen (61 Prozent) und Baden-Württemberg (69 Prozent). Wenig überraschend sind auch die Einwohner der kleineren Bundesländer mit unter vier Millionen Einwohnern zu 65 Prozent gegen Söders Vorstoß. Auch zwischen West- und Ostdeutschland gibt es keinen Unterschied in der Beurteilung: 64 beziehungsweise 65 Prozent sind dagegen.
Das Grundgesetz ermöglicht die Neugliederung von Bundesländern. Söder stieß mit seinem Vorstoß aber auf Widerstand, unter anderem aus dem Saarland und Sachsen-Anhalt. Auch in der Union erntete Söder-Kritik, etwa in Rheinland-Pfalz.