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Home » Kwasniok erstaunt mit „sexy Lehrer“-Vergleich
Sport

Kwasniok erstaunt mit „sexy Lehrer“-Vergleich

Von zeit-heute.deDezember 4, 20253 Min Gelesen
Kwasniok erstaunt mit „sexy Lehrer“-Vergleich
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Kwasniok erstaunt mit „sexy Lehrer“-Vergleich

1. FC Köln

Kurioser Kwasniok-Vergleich: „Nicht auf sexy Lehrer hoffen“


04.12.2025 – 18:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

FC-Trainer Lukas Kwasniok bei einer Pressekonferenz (Archivfoto): Er will die Arbeit seiner Mannschaft bei Standards verbessern. (Quelle: IMAGO/Herbert Bucco/imago)

Der 1. FC Köln hat den Großteil seiner Gegentreffer nach Standards kassiert. Lukas Kwasniok vergleicht die Problematik mit seinem früheren Chemieunterricht.

Wer weiß, wo der 1. FC Köln in der Bundesliga-Tabelle stehen würde, hätte er nicht diese eklatante Schwäche: An den ersten zwölf Spieltagen haben die Geißböcke bereits zwölf Gegentreffer nach Standardsituationen kassiert. Immer wieder sind es Ecken, Freistöße oder Elfmeter, die den FC in arge Bedrängnis bringen.

Lukas Kwasniok hatte diese Baustelle bereits nach wenigen Spieltagen ausgemacht, bekommt sie mit seinem Trainerteam bislang aber nicht behoben. Warum das so ist? Der 44-Jährige fühlt sich an seine Schulzeit erinnert – und vergleicht die lästigen Standardsituationen mit dem ungeliebten Chemieunterricht.

„Es war doch immer so“, holt Kwasniok aus: „Wenn du etwas nicht gemocht hast, dann warst du nicht gut darin. Es gab nur eine einzige Möglichkeit: Wenn der Lehrer ein cooler Typ war, dann hat er dir den Stoff ein bisschen nähergebracht.“ Bei einem „trockenen Fach wie Standardsituationen“ sei das ähnlich.

Der Kölner Chefcoach meint: „Du kannst die Standards als Standardtrainer nicht interessanter machen, als sie sind. Aber sie sind spielentscheidend und extrem wichtig.“ Und deshalb heißt es für seine Mannschaft: pauken, pauken, pauken. „Auch wenn es Chemie ist“, betont Kwasniok: „Wir können nicht auf den sexy Lehrer hoffen, der uns das schmackhafter macht, sondern müssen uns explizit mit dem Thema auseinandersetzen und uns in diese chemische Reaktion hineinversetzen.“

Man müsse jede einzelne Situation auseinandernehmen und analysieren, dürfe nicht denken, dass die Problematik von alleine besser wird. „Wir müssen uns darauf fokussieren, dass die Jungs Gefallen daran finden“, erklärt Kwasniok seinen Ansatz und geht das Thema sowohl auf dem Rasen als auch in Einzel- und Gruppengesprächen an.

„Das Doofe ist nur“, ergänzt der FC-Trainer: „St. Pauli schlägt die Ecken ganz anders als Werder Bremen. Wenn du die eine chemische Reaktion aufgesaugt und einen guten Test geschrieben hast, kommt das nächste Thema.“ Bedeutet: „Da müssen wir dranbleiben.“ Die Mannschaft sei gewillt, genau das zu tun. „Das Thema beschäftigt sie“, sagt Kwasniok und setzt in dieser Angelegenheit auch auf den Fußballgott: „Es gilt, mal ein bisschen nach oben zu beten – in der Hoffnung, dass der Gegner ab und zu vorbeiköpft.

Doch ähnlich auffällig wie die Schwäche bei Standards ist eine Kölner Stärke, die Kwasniok nicht unerwähnt lassen will: „Wir haben nur acht Gegentore aus dem Spiel heraus bekommen. Das ist für einen Aufsteiger sensationell. Acht Gegentore nach zwölf Spielen sind krass.“ Diese Zahl zeige, „dass die Jungs gewillt sind, Dinge umzusetzen“. Eine gute Basis für die Chemiestunden.

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