Kümmel und Kreuzkümmel: Unterschiede, Wirkung & Anwendung

Häufig verwechselt

So wirken Kümmel und Kreuzkümmel auf die Verdauung


Aktualisiert am 29.01.2026 – 07:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Kümmel: Er macht typisch deutsche Gerichte verdaulicher, zum Beispiel Sauerkraut, fette Fleischspeisen oder bayerischen Obazda. (Quelle: Science Photo Library/imago-images-bilder)

Kümmel und Kreuzkümmel werden häufig miteinander verwechselt oder für ähnliche Gewürze gehalten. Dabei ist der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel recht groß.

Im Gewürzregal finden sich neben Kümmel auch Kreuz- und Schwarzkümmel. Die Samen schmecken aber unterschiedlich und werden für verschiedene Gerichte verwendet. Wir erklären, wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen.

Kümmel (Carum carvi) und Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) gehören zur Familie der Doldenblütler und sind botanisch nah miteinander verwandt. Doch auch wenn der Name es vermuten lässt, ist der Kreuzkümmel, oder Cumin, keine Unterart des Kümmels. Spätestens in der Küche beziehungsweise auf der Zunge werden die großen geschmacklichen Unterschiede deutlich.

Dies zeigt sich auch an der Verteilung der Gewürze auf dem Globus. Kümmel findet sich vorwiegend auf europäischen Speiseplänen zwischen den Niederlanden und Sibirien. Kreuzkümmel hingegen ist beliebt in den Küchen Indiens, Asiens, Südamerikas, Nordafrikas, im Nahen Osten sowie in der Türkei und in Griechenland.

Kümmel hat ein herbes Aroma, ist aber deutlich milder als Kreuzkümmel, wodurch man ihn ideal mit anderen Gewürzen kombinieren kann. Gerichte wie Kohl, Suppen, Brot, Braten und andere Fleischgerichte eignen sich beispielsweise gut, um sie mit Kümmel zu verfeinern. Auch veredelt er Käse oder Spirituosen.

Kreuzkümmel hat im Vergleich zu Kümmel einen stärkeren Eigengeschmack. Für sein Aroma ist das ätherische Öl Cuminaldehyd verantwortlich, das süßlich-bittere und warm-erdige Noten mit einer gewissen Schärfe vereint. Es passt gut zu Gerichten wie Couscous, Hummus und Falafelbällchen, aber auch zu Hülsenfrüchten wie Linsen und Bohnen. Häufig ist er ein Bestandteil von Gewürzmischungen für Chili con Carne, Currys und Garam Masala.

Am derb-würzigen Aroma von Kümmel scheiden sich die Geister. Dabei gibt es einen Trick: Wem das Aroma von Kümmel zu aufdringlich ist, kann mit etwas geriebener Zitronenschale Abhilfe schaffen.

Im Handel sind Kümmel und Kreuzkümmel gemahlen und als ganze Samen erhältlich. Da das Aroma schnell verfliegt, ist es sinnvoll, die Früchte erst kurz vor der Verwendung zu mahlen oder sie mit der flachen Messerseite anzudrücken. Das Aroma von Kreuzkümmel kann intensiviert werden, indem man die Samen zuvor in einer Pfanne ohne Fett kurz anröstet.

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