Merz kritisiert die FDP, weil sie Ursula von der Leyen nicht wiedergewählt hat. Von der FDP gibt es eine deutliche Antwort.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat gegen CDU-Chef Friedrich Merz ausgeteilt. Auf der Plattform X schrieb der Liberale: „Lieber Friedrich Merz, ich wünsche Dir mit den Grünen gute Reise – in den Abgrund. Dein Wolfgang“. Er reagierte damit auf Äußerungen des CDU-Vorsitzenden über die FDP.

Im Deutschlandfunk hatte Merz sich über das Verhalten der FDP bei der Wiederwahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin ausgelassen. Die Liberalen hatten nicht für sie gestimmt. „Ich habe schon seit Monaten kaum noch Verständnis für die Haltung einer ganzen Reihe von FDP-Abgeordneten sowohl im Europaparlament als auch im Deutschen Bundestag“, sagte Merz am Freitagmorgen.

Gleichzeitig hatte Merz die Grünen – in Deutschland der ausgemachte politische Hauptgegner – gelobt. „Wichtig ist, dass Ursula von der Leyen in der Mitte des Europäischen Parlaments – und dazu zählen natürlich auch die Grünen – jetzt eine stabile Mehrheit hat, auf die sie setzen kann.“

Die Kritik am Verhalten der FDP wies die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann energisch zurück. „Wir halten es für demokratietheoretisch höchst gefährlich, nur für eine Kandidatin zu stimmen, um irgendwie noch dabei sein zu dürfen“, erklärte Strack-Zimmermann gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Ebenso gefährlich ist die Anspruchshaltung der Union, man müsse tanzen, wenn der Wahlsieger etwas erwartet.“

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