Nach Wahldebakel
Kubicki will mit Strack-Zimmermann wieder ins FDP-Präsidium
Aktualisiert am 27.02.2025 – 21:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Die FDP ist bei der Bundestagswahl gescheitert. Wolfgang Kubicki traut sich zu, die Partei aus der Krise zu führen – und zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit seiner Präsidiumskollegin.
FDP-Politiker Wolfgang Kubicki will seine Partei nach dem Debakel bei der Bundestagswahl gemeinsam mit Kollegin Marie-Agnes Strack-Zimmermann wieder aufbauen – allerdings nicht in einer Doppelspitze. „Wir sind in einer Vielzahl von Gesprächen und ich kann sicher sagen: Sowohl Marie-Agnes Strack-Zimmermann als auch ich, wir werden beide dem Präsidium angehören, in welcher Funktion auch immer“, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der FDP in Hamburg.
Sie beide hätten bereits kommuniziert, dass sie dafür zur Verfügung stünden. „Das ist auch gut so, damit die Partei eine Orientierung hat“, so Kubicki Ein Führungsduo an der Spitze der FDP schloss der Politiker aus Schleswig-Holstein hingegen aus. Das sei auch von der Satzung nicht vorgesehen.
Wichtig sei, dass nun auch neues Personal zum Zuge komme. „Nicht alles wird ausgetauscht, aber es wird eine Menge neuer Gesichter geben, eine Menge neuer kreativer Persönlichkeiten“, versprach Kubicki. Dazu liefen bereits Gespräche. Namen nannte er nicht.
Um die Partei wieder auf die Füße zu bringen, ist laut Kubicki zudem eine „andere Form der Kommunikation“ nötig. „Offensichtlich hat unsere Ansprache nicht bei den Wählerinnen und Wählern verfangen“, räumte der 72-Jährige ein. Die FDP hatte am Sonntag mit 4,3 Prozent den Einzug in den Bundestag klar verpasst. Parteichef Christian Lindner kündigte umgehend seinen Rückzug aus der Politik an.