
Krebsrisiko senken
Diese Lebensmittel sind gut für die Prostata
Aktualisiert am 24.01.2026 – 07:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Etwa jeder achte Mann erkrankt im Laufe seines Lebens an Prostatakrebs. Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich das Risiko jedoch verringern.
Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 65.000 Männer an Prostatakrebs – mit steigender Tendenz. Gründe dafür sind die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung in den Industrieländern, aber auch verbesserte Diagnosemöglichkeiten.
Dass Prostatakrebs auch von der Ernährung abhängt, zeigt nun ein Vergleich mit anderen Ländern: In Japan, China oder Südeuropa treten Tumore wesentlich seltener auf als in Westeuropa und den USA.
Forscher vermuten, dass der Unterschied teilweise durch die Ernährungsgewohnheiten zustande kommt: In Japan und China werden traditionell mehr Fisch, Meeresfrüchte sowie Sojaprodukte verzehrt. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) rät dazu, Übergewicht zu vermeiden, sich regelmäßig zu bewegen und rotes Fleisch, Fleischprodukte sowie Alkohol nur in Maßen zu konsumieren.
Laut DKG schützen bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe die Prostata. Dazu zählen unter anderem Phytoöstrogene, die vor allem in Soja reichlich enthalten sind. Wer seine Prostata schützen will, sollte daher regelmäßig zu Tofu und anderen Sojaprodukten greifen. Auch Lycopin, einem Inhaltsstoff von Tomaten, sowie dem Capsaicin in Chili, wird eine Schutzwirkung nachgesagt. Der rote Pflanzenfarbstoff steckt nicht nur in dem frischen Gemüse, sondern auch in Tomatensaft, -mark und -soße.
Auch der regelmäßige Verzehr von Lachs und anderen Nahrungsmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, scheint das Risiko für Prostatatumore zu senken. Eine Studie der University of California zeigte, dass Männer, die mindestens ein Mal pro Woche Lachs essen, ein um 63 Prozent niedrigeres Risiko haben, an aggressiven Formen des Krebses zu erkranken. Wer keinen Fisch mag, kann die gesunden Fette auch über Leinöl oder Hanföl aufnehmen.
Einem Bericht des „American Journal of Epidemiology“ zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen dem Genuss von grünem Tee und dem Risiko, an fortgeschrittenem Prostatakrebs zu erkranken. Hierzu werteten Forscher des Japan National Cancer Center in Tokio Daten von rund 50.000 Männern des Japan Public Health Center aus. Italienische Mediziner konnten ebenfalls mit einem Wirkstoff aus grünem Tee verhindern, dass sich bei Patienten mit einer Prostatakrebs-Vorstufe tatsächlich ein Tumor entwickelte.