Verträglichkeit im Check

Kann Kortison-Nasenspray schwere Nebenwirkungen haben?


Aktualisiert am 22.03.2026 – 07:07 UhrLesedauer: 4 Min.

Junges Mädchen bringt ein Spray in die Nasenhöhle ein: Ein rezeptfreies Kortison-Nasenspray kann ebenso Nebenwirkungen haben wie rezeptpflichtige Präparate und ist für unter 18-Jährige nicht vorgesehen. (Quelle: Valeriy_G/getty-images-bilder)

Manche Menschen lehnen Kortison-Nasenspray ab, da sie Nebenwirkungen befürchten. Hier erfahren Sie, ob und inwiefern solche Bedenken berechtigt sind.

Bei starkem allergischem Schnupfen, gegen den die üblichen Allergiemedikamente (Antihistaminika) nicht genügend wirken, kann ein kortisonhaltiges Nasenspray aus der Apotheke weiterhelfen. Auch bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung lassen sich die Beschwerden mit einem Kortison-Nasenspray lindern. Das Risiko für Nebenwirkungen ist dabei überschaubar. Woher kommt also der schlechte Ruf von Kortison?

Dazu ist zu wissen: Wer von Kortison spricht, meint damit oft einen der künstlich hergestellten Arzneistoffe aus der Gruppe der Glukokortikoide. Davon gibt es über 30, deren Wirkstärke sich teils erheblich unterscheidet – wie etwa Hydrokortison, Prednisolon, Betamethason und Mometason. Auch Kortison-Nasenspray ist mit verschiedenen Wirkstoffen erhältlich.

Doch egal, welcher Wirkstoff in Kortison-Nasenspray steckt: Die Nebenwirkungen sind vergleichbar. Entscheidend für die Verträglichkeit kortisonhaltiger Medikamente sind vor allem die Dosierung und die Behandlungsdauer. Das gilt nicht nur für Nasensprays, sondern für jede Darreichungsform – wie etwa Tabletten oder Salben.

In der ersten Zeit nach Einführung von Kortison als Arzneistoff war über seine möglichen Nebenwirkungen aber noch wenig bekannt. Darum verordneten Ärztinnen und Ärzte es früher häufig zu lange und zu hoch dosiert, was teils schwerwiegende Folgen hatte. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen von Kortison zählen beispielsweise:

Wichtig ist also, nur so viel Kortison wie nötig so kurz wie möglich einzusetzen, um das Risiko für Nebenwirkungen gering zu halten. Das gilt auch für Kortison-Nasenspray – einschließlich rezeptfreier Präparate. Diese sind daher nur zur Kurzzeitbehandlung von Erwachsenen nach einer ärztlichen Diagnose vorgesehen.

Inzwischen ist mehr über Kortison und seine möglichen Nebenwirkungen bekannt – und darüber, wie sich die Risiken einer Behandlung verringern lassen. Daher kommen die Wirkstoffe nicht nur gegen akute, sondern auch gegen chronische Erkrankungen zum Einsatz.

Dabei dient Kortison vor allem dazu, Entzündungsreaktionen zu hemmen oder das Immunsystem zu unterdrücken. Als Nasenspray eingesetzt (etwa bei Heuschnupfen, Hausstauballergie oder chronischer Sinusitis) lässt es die entzündete Nasenschleimhaut abschwellen: So fällt das Atmen durch die Nase wieder leichter. In anderen Darreichungsformen kommt Kortison aus vielen weiteren Gründen zur Behandlung infrage. Dazu zählen zum Beispiel:

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