Kongo: Berggorillaweibchen bekommt Zwillinge

In Nationalpark im Kongo

Seltene Geburt bei den Berggorillas

08.01.2026 – 04:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Gorilla-Dame Mafuko mit ihren Zwillingen im Kongo. (Quelle: Virunga National Park)

Die Kabirizi-Familie, eine Gruppe von Berggorillas im Kongo, hat sich vergrößert. Ein Weibchen bekam Zwillinge.

Bei kongolesischen Berggorillas hat es Nachwuchs gegeben. Freiwillige Helfer entdeckten ein Gorillaweibchen namens Mafuko mit zwei Babys im Arm im Virunga National Park im Osten des Kongos.

Das 22-jährige Gorillaweibchen und ihre Babys seien nach ersten Erkenntnissen in gutem Zustand, berichtete der Nationalpark. Zwillingsgeburten sind bei dieser Menschenaffenart selten. Laut der Parkverwaltung kommen sie nur bei einem Prozent aller Geburten vor.

Der Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, die immer wieder von Kämpfen erschüttert wird, wurde vor 100 Jahren eingerichtet, um die seltenen Berggorillas zu schützen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es noch 1.000 Exemplare gibt, so die BBC.

Einige Tiere sind auch im benachbarten Ruanda und in Uganda zu finden, wie eine Liste der bedrohten Arten der International Union for the Conservation of Nature (Internationale Vereinigung für den Schutz der Natur) zeigt.

Die letzte Geburt von Berggorilla-Zwillingen im Virunga-Nationalpark fand im September 2020 statt. Mafuko selbst brachte 2016 schon einmal Zwillinge zur Welt, die jedoch beide innerhalb einer Woche starben.

Junge Gorillas sind für ihre Versorgung und ihren Transport vollständig auf ihre Mütter angewiesen – und in einer Umgebung, in der Wilderer und viele bewaffnete Gruppen operieren, extrem gefährdet. Die Parkverwaltung gibt an, dass zusätzliche Überwachungs- und Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, um das Überleben der Zwillinge in dieser kritischen Phase zu gewährleisten.

Mafuko selbst hatte ihre Mutter 2007 im Alter von vier Jahren verloren, als diese von bewaffneten Angreifern getötet wurde. Sie ist Teil der Kabirizi-Familie, in der bislang 12 Tiere leben, drei von ihnen sind ältere männliche Tiere, sogenannte Silberrücken.

Naturschützer im Virunga-Nationalpark, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sagten, dass die Zwillinge einen bedeutenden Schub für die Bemühungen zum Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Tierart darstellen. Dank Patrouillen zur Bekämpfung der Wilderei und Gemeinschaftsprogrammen hat sich die Zahl der Berggorillas im Virunga-Nationalpark in den vergangenen zehn Jahren langsam erhöht.

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