Kompetenzzentrum für Naturschutz nimmt 2026 die Arbeit auf

Start noch vor Jahresmitte

Globales Kompetenzzentrum für Naturschutz kommt nach Frankfurt

10.01.2026 – 17:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Platte mit der Aufschrift „Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft“ (Archivbild): Die Senkenberg-Gesellschaft ist eine von drei Gründerinnen. (Quelle: Arne Dedert/dpa/dpa-bilder)

Das Frankfurt Conservation Center (FCC) startet 2026 seine Arbeit und soll weltweit relevante Naturschutzprojekte koordinieren. Langfristig profitiert auch der Zoo davon.

In Frankfurt nimmt 2026 ein weltweit ausgerichtetes Kompetenzzentrum für Naturschutz seine Arbeit auf: das Frankfurt Conservation Center (FCC). Träger sind die Goethe-Universität, die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Zoologische Gesellschaft. Veit Bachmann, der Sprecher des FCC, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Der Anspruch des FCC ist global.

Von Frankfurt aus würden Themen aufgegriffen, die weltweit für die Erhaltung der Artenvielfalt relevant seien. So schaue das FCC zum Beispiel, wie die Gewinnung von Rohstoffen für Alltagsprodukte wie Lebensmittel, Kosmetik oder Kleidung die Natur beeinflusse. Gemeinsam mit Partnern sollten dann Lösungen entwickelt werden, wie solche Produkte naturverträglicher hergestellt werden könnten.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf Bildung und Weiterbildung. „Dazu gehören Weiterbildungsangebote für Menschen, die im Naturschutz arbeiten, zum Beispiel im Menschenaffenschutz“, erklärte Bachmann. „Die „Frankfurt Spring School on Conservation Project Management“ bildet jedes Jahr etwa 30 Naturschützende aus aller Welt im praktischen Projektmanagement aus.“

Das FCC will seine Arbeit im zweiten Quartal 2026 aufnehmen. Eigene Räumlichkeiten gibt es zunächst nicht; bis 2029 soll ein Haus auf dem Gelände des Frankfurter Zoos entstehen, das zugleich einen zweiten Eingang für den Zoo bieten wird. Zunächst werden die Gründungsorganisationen, Personal, Mittel und Büros stellen. „Eine der ersten Aufgaben ist es daher, Fördermittel einzuwerben“, sagt Bachmann.

Geschäftsführer des Zentrums ist seit Ende 2025 Felix Gaschick. Er will „Naturschutz weiterdenken und neue Allianzen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schaffen“. Gaschick leitete zuvor ein Naturschutzprojekt in Bangladesch und war an internationalen Projekten in Washington D.C. beteiligt.

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