In Unterzahl waren die Münchner dennoch zu ihrem Tor gekommen. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung verwandelte Harry Kane aus kurzer Distanz nach Vorlage von Díaz (61.). Doch auch hier hielt die Freude nur kurz.

Bei einem Klärungsversuch schoss Leverkusen-Torhüter Janis Blaswich Kane an, von dort kam der Ball zu Díaz, der dann den Engländer bediente. Nach Ansicht der Bilder erkannte Schiedsrichter Dingert, dass der 32-Jährige den Ball an den angelegten Arm bekam und entschied auf Freistoß für Leverkusen.

„Ganz deutlich Tor“, fasste sich Kompany kurz. Dann fügte er noch hinzu: „Natürlich ist er in der Bewegung“, da sich Kane im Sprung befunden habe. Jonathan Tah sagte bei Sky: „Er dreht sich weg. Ich finde nicht, dass der Arm extrem weit weg vom Körper ist. Deswegen ist es für mich kein Handspiel.“ DAZN-Experte Michael Ballack bewertete das etwas anders: „Ich denke schon, dass der Arm rausgeht.“

In der 84. Minute folgte dann die Szene, die den größten Wirbel verursachte. Luis Díaz, der zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt hatte, legte sich den Ball einen Tick zu weit vor und kam nach einem leichten Kontakt von Blaswich zu Fall. Diese Entscheidung sei für Kompany „am schlimmsten“ gewesen. „Warum er Gelb-Rot gesehen hat, weiß heute keiner im Stadion“, fügte Kompany hinzu.

Kompany nahm den Kolumbianer in Schutz, da dieser sofort wieder aufgestanden sei und „nicht mal versucht hat, einen Elfmeter zu bekommen“. Ähnlich bewertete auch Bayern-Kapitän Joshua Kimmich die Szene. Dass der Angreifer getroffen werde, „kann man nicht leugnen“. Er wolle jedoch nicht auf Elfmeter plädieren, „aber im Leben ist das keine Schwalbe“, sagte er bei DAZN.

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