Newsblog zur Kommunalwahl in Bayern
Erster Sieger in Bayern steht fest
Aktualisiert am 08.03.2026 – 20:48 UhrLesedauer: 7 Min.
Die ersten Ergebnisse für die Kommunalwahl in Bayern sind da. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Bayern-Wahl-Blog.
In den vier größten bayerischen Städten München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg müssen die Kandidaten für die OB-Wahl in die Stichwahl. Nürnbergs amtierender Bürgermeister Marcus König (CSU) erreichte nach fast abgeschlossener Auszählung 46,1 Prozent der Stimmen. In Regensburg schaffte es die CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein nur auf 37,5 Prozent und die Augsburger Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) 34,0 Prozent.
Markus Wintergerst holt in der 1.700-Einwohner-Gemeinde Untrasried im Ostallgäu 95,5 Prozent der Stimmen. Wintergersts Name hatte ursprünglich nicht auf den Stimmzetteln gestanden, da zunächst ein anderer Kandidat für das Bürgermeisteramt angetreten war. Nachdem dieser aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste, war Wintergerst spontan eingesprungen. Die Wähler mussten Wintergersts Namen handschriftlich auf den Stimmzettel schreiben. Die Wahlbeteiligung lag immerhin bei 79,1 Prozent.
Für Münchens OB Dieter Reiter (SPD) zeichnen sich deutliche Verluste ab. Nachdem nun mehr als 1.000 von 1.376 Gebieten ausgezählt sind, kommt Reiter auf 35,5 Prozent. Damit muss er in die Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Dominik Krause (Grüne) mit 29,5 Prozent. Der Termin für die Stichwahlen ist am 22. März entschieden.
Der 67-Jährige führt die schlechten Ergebnisse auf die Kritik an ihm in den vergangenen Wochen zurück. „Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht“, sagte er am Abend in München und sprach von einem „für mich doch enttäuschenden Wahlabend“.
In Fürth kann der Oberbürgermeister Thomas Jung vermutlich eine weitere Amtszeit wahrnehmen. Der SPD-Politiker liegt bei 72,0 Prozent der Stimmen. Andere Kandidaten können Jung nach aktuellen Ergebnissen kaum Konkurrenz machen. Maximilian Ammon (CSU) kommt auf 8,4 Prozent, Andreas Haas (AfD) auf 7,5 Prozent, Kamran Salimi (Grüne) auf 5,9 Prozent und Niklas Haupt (Die Linke) auf 4,4 Prozent. Es werden aber noch etwa neun Prozent der Stimmen ausgezählt.
Für Bayerns kleinste Gemeinde sah es für Amtsinhaber Armin Krämmer (Freie Wählergemeinschaft Chiemsee) zunächst gut aus – doch nun muss er in die Stichwahl: Der gelernte Elektriker war zwar der einzige Bewerber um das Amt, er erzielte aber nach dem Zwischenergebnis der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn a. Chiemsee nach Auszählung aller Stimmen nur 47,7 Prozent. 52,3 Prozent der 144 Wahlberechtigten schrieben andere Namen auf den Wahlzettel.
