Offene Fragen um erkrankten König
Platzt jetzt Charles‘ Plan?
Aktualisiert am 28.03.2025 – 14:19 UhrLesedauer: 3 Min.
Sorgen um den britischen Monarchen: König Charles III. musste unerwartet zur Beobachtung in eine Klinik. Wie geht es jetzt mit dem 76-Jährigen weiter?
In Großbritannien hat am Donnerstagabend eine Meldung Aufsehen erregt. Der Schreckmoment hat mit dem Gesundheitszustand des Königs zu tun. Denn Charles III. musste überraschend ins Krankenhaus. Mehr dazu lesen Sie hier.
Inzwischen ist der Monarch zwar schon wieder zu Hause – doch die Sorge um den 76-Jährigen dürfte nicht nur im Vereinigten Königreich größer werden. Schließlich stellen sich aufgrund seines Alters und seiner Erkrankung nun viele Fragen.
Nach einer geplanten Krebsbehandlung am Donnerstagmorgen klagte der König über Beschwerden und wurde zur Beobachtung im Krankenhaus behalten. Die Entlassung erfolgte noch am selben Tag. Aber so ganz kann Charles offenbar nicht zur Routine übergehen. Eigentlich wollte der britische König am Nachmittag mehrere Botschafter empfangen. Doch daraus wurde nichts.
Außerdem musste das Königshaus auch mehrere Termine für den Folgetag in Birmingham absagen. Die Öffentlichkeit erfuhr von alldem erst am Abend, als Charles schon wieder in seinem Anwesen Clarence House angekommen war.
Im Februar 2023 machte König Charles eine Krebserkrankung öffentlich, die im Zuge einer Routineoperation an der Prostata entdeckt worden war. An welcher Krebsform der König leidet, ist aber unklar. Sicher ist nur, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt. Seit seiner Diagnose wird Charles ambulant behandelt.
Er nahm aber trotzdem schon bald wieder öffentliche Termine wahr, reiste im Herbst sogar nach Australien und Samoa. Bislang verlief die Behandlung anscheinend ohne Komplikationen. Die Ergebnisse seien ermutigend, hieß es vom Palast.
König Charles und Königin Camilla wollen vom 7. bis 10. April für einen Staatsbesuch nach Italien reisen. Dass der Termin platzt, scheint aktuell unwahrscheinlich. Jedenfalls gibt es bislang keine Hinweise, dass der Palast in diese Richtung Vorbereitungen trifft. Ein Teil der Reise ist hingegen schon umgeplant worden, denn eigentlich war auch ein Besuch im Vatikan und ein Treffen mit Papst Franziskus vorgesehen, das wird aber wegen der Erkrankung des Pontifex abgesagt.
Neben den offiziellen Terminen im Namen der Krone steht zu dieser Zeit noch ein weiterer, wichtiger Termin an – dieser ist jedoch vorrangig privater Natur. Denn es ist auch geplant, dass Charles und Camilla ihren 20. Hochzeitstag in Italien verbringen. Das Paar hatte sich am 9. April 2005 in Windsor das Jawort gegeben. Welche Pläne die beiden für ihre sogenannte Porzellanhochzeit hegen, ist bisher nicht bekannt.
Wie bei den britischen Royals üblich, zeigte sich der König in erster Linie zerknirscht darüber, dass seine Absage anderen Menschen Umstände bereitet haben könnte. „Seine Majestät lässt allen, die dadurch Unannehmlichkeiten oder Enttäuschungen erfahren, sein Bedauern ausrichten“, hieß es in der Mitteilung des Palasts. Er sei auch zutiefst enttäuscht, seine Termine in Birmingham nicht wahrnehmen zu können.
Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Palastquelle berichtete, handelt es sich um einen eher unbedeutenden Vorfall. Es sei „ein höchst unbedeutendes Schlagloch in einer Straße, die absolut in die richtige Richtung führt.“
Unter König Charles hat der Buckingham-Palast einen deutlich transparenteren Kommunikationsstil gewählt als noch unter seiner Mutter, Queen Elizabeth II. Daher darf man davon ausgehen, dass sein Gesundheitszustand nicht besser dargestellt wird, als er ist. Ernsthafte Sorgen muss man sich derzeit also nicht um den 76-Jährigen machen.