Neue Prognose
Nach Rekordtief: Rheinpegel steigt langsam wieder an
Aktualisiert am 03.10.2026 – 13:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rheinpegel in Köln hat seinen Rekordtiefstand von 40 Zentimetern überwunden. Ein deutlicherer Anstieg ist laut aktueller Prognose aber noch nicht zu erwarten.
Nach dem Rekordtief von 40 Zentimetern steigt der Rheinpegel in Köln langsam wieder an. Die aktuelle Vorhersage zeigt für das Wochenende zunächst allerdings nur wenig Bewegung. Erst zu Beginn der kommenden Woche dürfte der Wasserstand etwas deutlicher zulegen.
Am Samstagmorgen, 3. Oktober, lag der gemessene Rheinpegel in Köln um 5 Uhr bei 48 Zentimetern. Das geht aus der aktuellen Vorhersage des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice des Bundes (ELWIS) hervor. Für den weiteren Tagesverlauf rechnet die Prognose zunächst mit einem leichten Anstieg: Um 13 Uhr werden 49 Zentimeter erwartet, ab 15 Uhr soll der Pegel bei 50 Zentimetern liegen. Dieser Wert könnte sich bis in den Abend halten. Für 23 Uhr werden wieder 49 Zentimeter vorhergesagt.
Damit bleibt der Rhein trotz der Erholung weiterhin nur wenige Zentimeter über seinem jüngsten Rekordtief.
Kölner Rheinpegel bleibt am Sonntag nahezu konstant
Am Sonntag, 4. Oktober, ist zunächst kaum eine weitere Veränderung in Sicht. In der Nacht und am Morgen werden durchgehend 49 Zentimeter erwartet. Um 11 Uhr könnte der Pegel kurzzeitig auf 48 Zentimeter sinken, anschließend soll er wieder bei 49 Zentimetern liegen.
Auch am Montag, 5. Oktober, bewegt sich der Wasserstand nach der derzeitigen Abschätzung zunächst nur wenig. Am Morgen werden rund 49 Zentimeter erwartet. Im Tagesverlauf könnte der Pegel leicht zulegen und am Abend 50 Zentimeter erreichen.
Deutlicher fällt der Anstieg voraussichtlich am Dienstag aus. Dann soll der Rheinpegel von 51 Zentimetern in der Nacht schrittweise bis auf 55 Zentimeter am späten Abend steigen. Für Mittwoch werden am frühen Morgen ebenfalls rund 55 Zentimeter abgeschätzt.
Niedrigwasser in Köln: Schifffahrt beeinträchtigt
Seinen neuen Niedrigwasserrekord hatte der Rhein zuletzt Ende September mit 40 Zentimetern erreicht und damit den Tiefstand aus dem August eingestellt. Als Folge mussten Fähren ihren Betrieb einstellen. Auch auf dem Rhein waren zeitweise kaum noch Schiffe unterwegs.
Auch die Frachtschifffahrt ist betroffen. Schiffe können bei niedrigen Wasserständen nicht mehr voll beladen werden. Der angezeigte Pegelstand entspricht dabei nicht der tatsächlichen Wassertiefe. Wie tief der Rhein bei Niedrigwasser wirklich ist, hängt unter anderem von der Fahrrinne und der jeweiligen Stelle im Fluss ab.
Als Konsequenz auf die Einschränkungen für die Binnenschifffahrt hat die nordrhein-westfälische Landesregierung das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen bis Ende Oktober ausgesetzt.
