Anklage in Köln
Reiseunternehmer wird Betrug in großem Umfang vorgeworfen
Aktualisiert am 06.03.2026 – 01:25 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen den Gründer des Luxusreiseanbieters itravel erhoben. Es geht um Betrug in mehr als 120 Fällen.
Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen den Reiseunternehmer Axel Schmiegelow erhoben. Dem Gründer des Reiseanbieters itravel wirft sie gewerbsmäßigen Betrug in mehr als 120 Fällen sowie vorsätzliche Insolvenzverschleppung vor. Das berichtet der „Stern“ unter Berufung auf Angaben des Landgerichts Köln.
Aus der Anklageschrift geht nach Angaben eines Gerichtssprechers hervor, dass rund 120 Kunden ein Schaden von insgesamt „circa 1,25 Millionen Euro entstanden“ sei. Der Kölner Unternehmer bestreitet die Vorwürfe auf Nachfrage.
Laut Anklage verfügte der Reiseveranstalter zudem entgegen den gesetzlichen Vorgaben über keine Insolvenzversicherung zum Schutz von Kundengeldern. Für ihn gilt bis zu einer möglichen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Das Landgericht Köln muss noch entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Nach Informationen des „Stern“ hatte die Staatsanwaltschaft die Anklage bereits im August vergangenen Jahres erhoben. Das Gericht sandte die Akten im September 2025 zunächst zurück und regte an, weitere Ermittlungen durchzuführen.
Nach zusätzlichen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft laut „Stern“ die Unterlagen Anfang dieses Jahres erneut an das Gericht geschickt. Im Februar 2026 wurde die Anklage Schmiegelow dann zugestellt.
Für betroffene Kunden besteht laut Staatsanwaltschaft deshalb wenig Aussicht, ihr Geld zurückzuerhalten. Die Marke itravel und die Internetseite itravel.de werden heute nicht mehr von Schmiegelows Firmengruppe betrieben. Die heutige Betreiberin Ulrike Figge sagte dem „Stern“, „dass wir nichts mit den seinerzeitigen Vorwürfen zu tun haben“.
