Weiberfastnacht
Köln trotzt Terror-Drohungen – Straßenkarneval startet wie geplant
27.02.2025 – 06:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Trotz Anschlagsdrohungen in sozialen Medien beginnt heute der Kölner Straßenkarneval. Mit massiver Polizeipräsenz soll die Sicherheit gewährleistet sein.
Heute startet in Köln der Straßenkarneval – trotz verschärfter Sicherheitslage und Drohungen in sozialen Netzwerken. An Weiberfastnacht werden tausende Jecken erwartet, die den Beginn der närrischen Tage feiern. Die Kölner Polizei stuft die Sicherheitslage als „angespannter als in den Vorjahren“ ein und wird mit rund 1.500 zusätzlichen Beamten präsent sein.
Hintergrund sind unter anderem Aufrufe von Islamisten in sozialen Netzwerken, die zu Anschlägen im Kölner Karneval aufgerufen haben. Das Bundeskriminalamt (BKA) stuft diese Aufrufe jedoch als „Propagandaveröffentlichungen“ ein und sieht derzeit keine konkrete Gefährdung.
Dennoch hat die Domstadt ein umfassendes Sicherheitskonzept aktiviert: Mehr als 300 Mitarbeiter des Ordnungsamts und rund 1.200 Beschäftigte einer privaten Sicherheitsfirma werden im Einsatz sein. Zum Schutz vor möglichen Anschlägen mit Fahrzeugen werden spezielle Überfahrsperren aufgebaut und verstärkte Messer-Kontrollen durchgeführt.
Michael Kramp, Vorstandsmitglied im Festkomitee Kölner Karneval, betont: „Eine abstrakte Gefahr gibt es immer. Wir beobachten die Sicherheitslage sehr genau und arbeiten intensiv mit der Polizei und anderen Behörden zusammen.“
An Weiberfastnacht stürmen traditionell Frauen die Rathäuser und übernehmen symbolisch das Regiment. Der Brauch stammt aus dem Mittelalter, als die Geschlechterrollen während des Karnevals kurzzeitig aufgebrochen wurden. Das Krawattenschneiden kam erst nach 1945 auf und verliert in jüngster Zeit an Bedeutung.