Lichen ruber planus

Knötchenflechte – kann sie psychische Ursachen haben?


Aktualisiert am 30.06.2026 – 10:54 UhrLesedauer: 3 Min.

Frau kratzt sich im Bereich der Armbeuge (Symbolbild): Stress und andere psychische Belastungen können die Beschwerden bei einer Knötchenflechte verschlimmern. (Quelle: nensuria/getty-images-bilder)

Der stark juckende Ausschlag bei einer Knötchenflechte kann den Alltag sehr belasten. Was über die Ursachen bekannt ist und welche Rolle die Psyche spielt.

Die Knötchenflechte (Lichen ruber planus) ist eine nicht ansteckende, wiederkehrende Hauterkrankung, bei der sich ein Ausschlag auf der Haut oder auch auf den Schleimhäuten bildet. Häufig gehen diese mit einem starken, teils quälenden Juckreiz einher und halten über Wochen bis Monate an.

Der Ausschlag kann sich dabei grundsätzlich überall auf der Haut entwickeln, zeigt sich jedoch vorzugsweise an den Beugeseiten von Armen und Beinen. Es entwickeln sich kleine rötlich-violette, flache Papeln, die einen Durchmesser von bis zu einem Zentimeter erreichen können. Teilweise gehen die leicht eckigen Flecken auch ineinander über und wirken dadurch deutlich größer.

An den Schleimhäuten des Mundraums sehen die Hautveränderungen meist eher weißlich aus und können mit einem brennenden Gefühl verbunden sein. Aber auch rötliche Flecken können dort auftreten.

Die Kopfhaut, der Genitalbereich sowie Finger- beziehungsweise Zehennägel können ebenfalls von der Erkrankung betroffen sein.

Die Hauterkrankung zeigt sich vor allem bei Menschen zwischen 30 und 60 Jahren und bildet sich nach längerer Zeit oft von selbst wieder zurück.

Mögliche Ursachen der Knötchenflechte

Die Knötchenflechte ist eine langwierige entzündliche Hauterkrankung, die wahrscheinlich durch eine Autoimmunreaktion hervorgerufen wird. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen richtet und diese angreift. Was diese Reaktion im Falle der Knötchenflechte genau verursacht, ist bislang unklar.

Offenbar kommt die Knötchenflechte jedoch häufiger im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen oder Umständen vor, sodass diese mögliche Auslöser sein könnten. Dazu zählen unter anderem:

  • Hepatitis C
  • Diabetes
  • Kontaktallergene, also Substanzen aus der Umwelt, die allergische Hautreaktionen auslösen, etwa Metalle in Zahnfüllungen (wie Quecksilber, Kupfer, Gold)
  • Tätowiertinte beziehungsweise deren Pigmente
  • Medikamente, etwa Wirkstoffe gegen Malaria, Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes

Psychische Belastungen und Stress verschlimmern die Beschwerden

Stress sowie psychische Belastungen oder psychische Erkrankungen (wie Depressionen, Angststörungen) gelten nicht als eigentliche Ursachen einer Knötchenflechte. Sie können aber unter Umständen dazu beitragen, dass sich bereits bestehende Beschwerden verschlimmern.

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