Bundestrainer vor Debüt
Dieses Versprechen will Klopp nicht geben
24.09.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Partie gegen die Niederlande läutet im DFB-Team die Ära Jürgen Klopp ein. Das Ziel: die Rückkehr zu alter Stärke. Doch in einem entscheidenden Punkt übt sich der neue Bundestrainer in Zurückhaltung.
Aus Amsterdam berichtet William Laing
Jürgen Klopp ist zurück – jetzt endgültig. Am Donnerstagabend steht der 59-Jährige erstmals seit seiner Abdankung beim FC Liverpool im Sommer 2024 wieder als Trainer an der Seitenlinie. Klopp, seit wenigen Wochen als Verbandscoach für die deutsche Nationalmannschaft zuständig, feiert beim Prestigeduell zwischen den Niederlanden und der DFB-Elf (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) sein Debüt in neuer Funktion.
„Ich freue mich auf das Spiel, freue mich auf Atmosphäre, auf alles, was da kommt“, sagte der Bundestrainer bereits am Mittwoch auf der Abschlusspressekonferenz in Amsterdam. Er sei mit dem Verlauf der ersten Tage, die er mit seinen neuen Spielern zusammengehabt habe, zudem „wirklich zufrieden“, so Klopp. 44 Akteure hatte er zuletzt nominiert, sie für die vier anstehenden Nations-League-Spiele in zwei Kader aufgeteilt. Mit der ersten Charge an Profis, darunter sechs potenzielle Debütanten, will Klopp in der Johan-Cruyff-Arena nun seine Feuertaufe bestehen und erste Erkenntnisse für seine weitere Amtszeit gewinnen.
Im Video | Klopp nimmt Nationalspieler auf die Schippe
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„Es ist für uns der Start in etwas“, beschrieb er den Wert der Partie für die DFB-Elf und läutete damit gleichzeitig die Ära Klopp noch einmal ganz persönlich ein. In der soll die Nationalmannschaft nach Jahren der Tristesse wieder zu alter Stärke finden – im besten Fall in Form von Titeln. Doch der Bundestrainer will im Moment noch für nichts garantieren.
Klopp verweigert eine Titelzusage
Zwölf Jahre ist der letzte große Titel der DFB-Elf mittlerweile her. 2014 wurde die Mannschaft um Stars wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Philipp Lahm Weltmeister in Brasilien. Seitdem aber stolpert die deutsche Auswahl bei Turnieren von einer Verlegenheit in die nächste, insbesondere bei Weltmeisterschaften. Den beiden blamablen Ausscheiden in der Gruppenphase in Russland 2018 und Katar 2022 folgte im Sommer in Nordamerika der nicht minder demütigende Knock-out im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Die „Turniermannschaft Deutschland“ hat ihren Nimbus längst verloren.
