Klöckner fordert mehr Selbstreflexion von ARD und ZDF

„Selbstreflektierende Korrektur“ gefordert

Julia Klöckner kritisiert ARD und ZDF

01.02.2026 – 00:27 UhrLesedauer: 1 Min.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) wünscht sich mehr Übertragunngen aus dem Bundestag im TV. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Julia Klöckner spricht sich für mehr politische Live-Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus. Die Bundestagspräsidentin hat auch einen Rat für ARD und ZDF.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat ARD und ZDF aufgefordert, mehr politische Live-Berichterstattung zu senden. Sie wünsche sich, dass Bundestagsdebatten häufiger übertragen würden, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Diese seien für die Bevölkerung mitunter relevanter als aufgezeichnete Sendungen.

Zugleich forderte Klöckner mehr Selbstreflexion beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. ARD und ZDF müssten sich regelmäßig selbst hinterfragen. Es brauche auch „eine selbstreflektierende Korrektur“, so die CDU-Politikerin.

Die 53-Jährige verwies auf die Bedeutung von Effizienz, Neutralität und Ausgewogenheit. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse sich diesen Fragen stellen. „Ich verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber er muss sich auch Fragen stellen lassen. Nach der Effizienz, der Neutralität, der Ausgewogenheit“, so Klöckner zu „Bild“. „Es gibt keine Institution in einer Demokratie, die frei sein kann von Kritik und von Reformbemühungen“, so die Bundestagspräsidentin weiter.

Schwierig werde es, wenn sich die veröffentlichte Meinung zu weit von der öffentlichen Meinung entferne. Klöckner äußerte sich in diesem Zusammenhang kritisch über Wahrnehmungsunterschiede in der Medienlandschaft. Konkrete Beispiele nannte sie nicht.

Bislang werden Bundestagsdebatten auf der Webseite des Bundestags als Livestream übertragen, aber auch von den Sendern Phoenix, dem Streamingdienst Joyn und dem Deutschlandradio (via DAB+/Webstream). Die Live-Sendung zur Kanzlerwahl bescherte Phoenix laut „Bild“ eine Spitzenreichweite von über 9 Prozent – der zweitstärkste Wert der Sendergeschichte.

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