
Niederländischer Flughafen im Chaos
Airline holt Enteisungsmittel aus Deutschland
06.01.2026 – 21:38 UhrLesedauer: 2 Min.
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Das Winterwetter hat in den Niederlanden nicht nur den Zugverkehr massiv beeinträchtigt, sondern auch zu zahlreichen Problemen am Flughafen Schiphol geführt.
Eine technische Störung hat zum fast vollständigen Stillstand des Zugverkehrs in den Niederlanden geführt. Auch die Straßeninfrastruktur und der internationale Flughafen Amsterdam Schiphol (AMS) kämpfen mit den extremen Wetterbedingungen. Das Winterwetter hat jedoch noch eine weitere Herausforderung mit sich gebracht: Die niederländische Fluggesellschaft KLM kann derzeit nicht genügend Enteisungsmittel für ihre Flugzeuge am Flughafen Schiphol bereitstellen.
Aufgrund verspäteter Lieferungen gehen die Bestände zur Neige. Als Reaktion darauf holt die Airline die dringend benötigten Enteisungsmittel nun selbst aus Deutschland. Dieser Umstand hat die ohnehin angespannten Flugpläne weiter durcheinandergebracht. Am Dienstag sind bereits 543 Flüge gestrichen worden, also etwa 45 Prozent aller Flüge. Bereits am Montag waren rund 700 Flüge ausgefallen.
Der Amsterdamer Flughafen Schiphol, rund 10 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums gelegen, steht damit vor einer ernsthaften Herausforderung. Die derzeitigen Winterverhältnisse haben nicht nur die Versorgungslogistik durcheinandergebracht, sondern auch die Sicherheit des Luftverkehrs gefährdet.
Enteisungsmittel sind für den Betrieb eines Flughafens im Winter unerlässlich, da sie sicherstellen, dass Flugzeuge vor dem Start nicht durch Eis und Schnee blockiert werden. Ohne ausreichende Bestände kann die Airline nicht genügend Flugzeuge sicher abfertigen.
Auch der niederländische Wetterdienst KNMI warnt vor teils sehr kaltem und schneereichem Wetter, mit Temperaturen zwischen –8 und +6 Grad und zum Teil starkem Frost und Glätte. Reisende sollten sich auf unvorhersehbare Situationen einstellen und ausreichend Zeit für ihre Reisen einplanen.