Kleinwagen kommt als E-Auto – das ist sein Preis

Im Innenraum geht es weniger retro zu als außen: Das Cockpit setzt je nach Ausstattung auf farbige Leisten, und natürlich gibt es keine analogen Tachoskalen, denn die hatte schon der Ur-Twingo nicht. Fans erkennen ein vertrautes Detail wieder: den zentralen Warnblinkerknopf, der an den Ur-Twingo erinnert, allerdings nicht mehr auf dem Armaturenträger thront.

Ein kompaktes Sieben-Zoll-Fahrerdisplay und ein Zentralbildschirm mit zehn Zoll Diagonale bringen den digitalen Alltag in den Twingo, gleichzeitig erfolgt die Klimasteuerung analog mit Drehreglern, bekannt auch aus Dacia-Modellen. Die Bedienung bleibt bewusst überschaubar. In der höheren Ausstattung kommen Googledienste (OpenR link) hinzu, was Navigation, Sprachsteuerung und Ladeplanung vereinfacht. Auf Wunsch hilft der Twingo beim Rangieren – bis hin zum automatischen Einparken.

Zum ersten Mal in einem Renault kommen die ebenfalls von Dacia bekannten YouClip-Befestigungspunkte zum Einsatz, an denen Zubehör wie Haken, kleine Boxen oder eine LED-Leuchte andocken. Was früher bei günstigen Autos Standard war, ist mittlerweile häufig verpönt: sichtbares Blech in der Tür. Renault macht daraus einen Farbtupfer inmitten der Türverkleidung.

Trotz seiner kompakten Abmessungen (3,79 Meter Länge, 36 Zentimeter mehr als der Ur-Twingo) übernimmt der Elektro-Twingo die pfiffigen Ideen seines Urahns: Die beiden einzeln und jeweils um 17 Zentimeter verschiebbaren Rücksitze sind Serie. So gibt es mehr Beinfreiheit hinten für die Fahrgemeinschaft und mehr Kofferraum für den Einkauf. Zudem lässt sich die Neigung der Fondsitze in drei Stufen verstellen. In den Kofferraum passen bis zu 360 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen mehr als 1.000 Liter. Auch beim Thema Wendekreis zeigt sich der Twingo flexibel: Mit 9,87 Metern ist er gut für Manöver in engen Straßen geeignet.

Unter der Haube arbeitet ein 60-kW-E-Motor (82 PS), der den 1,2 Tonnen schweren Kleinwagen in 3,85 Sekunden von 0 auf 50 km/h und in 12,1 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h. Beim Thema Batterie und Laden wird der Sparzwang am deutlichsten: Gespeist wird der Antrieb von einer LFP- (Lithium-Eisenphosphat-)Batterie mit 27,5 kWh. Diese Batterien haben eine etwas geringere Energiedichte, sind aber deutlich preiswerter.

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