
0:3 gegen Magdeburg
„Stinksauer“: BTSV-Profis nach Klatsche bedient
17.01.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Totalausfall zum Rückrundenstart: Eintracht Braunschweig ist gegen den 1. FC Magdeburg chancenlos. Spieler und Trainer sind maßlos enttäuscht.
Das war nichts: Eintracht Braunschweig hat gleich zum Rückrundenstart der 2. Bundesliga einen empfindlichen Tiefschlag erlitten. Gegen den 1. FC Magdeburg kassierte der BTSV ein klares 0:3. Vielmehr als die deutliche Pleite sorgte die Leistung auf dem Rasen allerdings für große Fragezeichen bei Spielern, Trainer und Fans.
„Ich habe keine Worte für die Leistung, denn so sind wir die Saison über noch nicht aufgetreten“, sagte Torhüter Ron-Thorben Hoffmann hinterher. „Wir waren völlig chancenlos, es war viel zu wenig.“ Gescheitert sei es bereits an Basics wie Laufleistung und Zweikampfverhalten. „Es fehlten Ideen und wir waren technisch wirklich schwach“, so Hoffmann.
Das sah auch Kapitän Sven Köhler so, der seinem Frust nach Abpfiff freien Lauf ließ. „Ich bin stinksauer. So dürfen wir kein Heimspiel an einem Freitagabend gegen einen direkten Konkurrenten bestreiten“, schimpfte er.
In der Tat war der BTSV von Beginn an ungewohnt fahrig, Magdeburg erarbeitete sich früh ein klares Übergewicht und ging kurz vor der Pause durch Mateusz Zukowski folgerichtig in Führung (41. Minute). In Durchgang zwei legten Baris Atik (79.) und Maximilian Breunig (90.) gegen überforderte Braunschweiger nach. Am Ende hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können.
„Ich verstehe nicht, wie man nach so einer Phase im Dezember, heute so unsicher spielen kann“, sagte ein ratloser Köhler, der auf die gute Phase mit drei Siegen und einem Remis vor der Winterpause verwies. „Wir suchen keine Ausreden, denn am Ende war es eine Nicht-Leistung, die wir heute geboten haben.“
Auch Trainer Heiner Backhaus versuchte nach der Partie nicht, die Leistung zu beschönigen. „Im Prinzip kann man sich für die heutige Leistung nur entschuldigen“, sagte er – und hoffte auf einen einmaligen Ausrutscher seines Teams. Keeper Hoffmann ergänzte: „Manchmal braucht man ein Hallo-Wach-Erlebnis.“
Für die Eintracht gilt es nun, die Kräfte zu bündeln und schon am kommenden Wochenende ein gänzlich anderes Gesicht zu zeigen. Dann nämlich steht das nächste richtungsweisende Duell auf dem Programm. Der BTSV reist zu Tabellenschlusslicht Greuther Fürth (Samstag, 13 Uhr). „Möglicherweise hilft uns dieser frühe Weckruf, um uns wieder ein wenig zu erden. Jetzt geht es darum, dass wir unsere Sinne schärfen und gegen Fürth ganz anders auftreten“, so Hoffmann.