Kinderwagenhersteller mit langer Tradition insolvent

Ostdeutsche Traditionsmarke

Kinderwagenhersteller Zekiwa ist insolvent

Aktualisiert am 17.02.2026 – 06:25 UhrLesedauer: 1 Min.

Historische Kinderwagen von Zekiwa im Zeitzer Schlossmuseum: In den vergangenen Monaten hat sich wirtschaftliche Lage der Firma verschlechtert. (Quelle: imago stock&people)

Zekiwa war lange der größte Kinderwagenhersteller Europas, doch sinkende Geburtenzahlen setzen der Firma zu. Nun soll ein Insolvenzverfahren helfen.

Der Kinderwagenhersteller Zekiwa aus Kretzschau in Sachsen-Anhalt hat Insolvenzantrag gestellt. Das geht aus dem gemeinsamen Portal der Bundesländer zu Insolvenzbekanntmachungen hervor. Die nun insolvente Zekiwa ist eine ostdeutsche Traditionsmarke.

„In den vergangenen Monaten war die wirtschaftliche Entwicklung durch rückläufige Umsätze, steigende Kosten und eine anhaltende Ergebnisbelastung geprägt“, zitierte die „Mitteldeutsche Zeitung“ die Geschäftsführung des Unternehmens über die Insolvenz des Kinderwagenherstellers. Insbesondere der Geburtenrückgang wirke sich spürbar auf die Nachfrage aus.

Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, berichtete die „Mitteldeutsche Zeitung“ über die Insolvenz der ostdeutschen Trasitionsmarke. Das Unternehmen habe den Magdeburger Sanierungsexperten Nico Kämpfert unter anderem mit der Investorensuche beauftragt. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist Ulrich Luppe aus Halle.

Zekiwa (Zeitzer Kinderwagenindustrie) galt bis 1990 mengenmäßig als der größte Kinderwagenhersteller in Europa. Produziert wurde vor der Insolvenz für den osteuropäischen Raum, aber auch für westdeutsche Unternehmen.

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