
Block-Prozess
Kinderpsychologe soll als Zeuge aussagen
26.01.2026 – 05:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Psychologe soll im Block-Prozess aussagen. Er beriet die Unternehmerin im Sorgerechtsstreit. Nach der Entführung sah er die Kinder bei ihr.
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll am Montag (9.30 Uhr) ein Kinderpsychologe aussagen. Der Experte beriet die Unternehmerin Christina Block im Sorgerechtsstreit um ihre beiden jüngsten Kinder.
Nach Angaben der Angeklagten sah der Psychologe die Kinder auch, nachdem sie in der Silvesternacht 2023/24 am Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark entführt und schließlich zu ihr nach Hamburg gebracht worden waren.
Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, soll die Entführung ihres damals zehn Jahre alten Sohns und der 13-jährigen Tochter in Auftrag gegeben haben. Sie bestreitet das. Eine israelische Sicherheitsfirma, die die Kinder gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll, habe auf eigene Faust gehandelt, erklärte sie.
Der Chef der Firma warf Block am vergangenen Verhandlungstag vor, die Unwahrheit zu sagen. Der 68-Jährige betonte in seiner Zeugenaussage, Block sei sehr wohl über die Möglichkeit informiert gewesen, die Kinder vom Vater aus Dänemark mit einem Auto zurück zu ihr nach Deutschland zu bringen.
Der Zeuge gilt als Kopf der Entführer. Die Staatsanwaltschaft suchte ihn mit Haftbefehl. Für seine Aussage in dem laufenden Prozess gewährte ihm die Behörde sicheres Geleit.
Hintergrund des Falls ist ein jahrelanger, erbitterter Sorgerechtsstreit. Blocks Ex-Mann Stephan Hensel hatte die Kinder nach einem Wochenendbesuch in Dänemark im August 2021 nicht zurückgebracht.