Traditionsklub vor Abstieg
Drittliga-Kellerkind Aue feuert Trainer – Manager tritt zurück
06.04.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Erzgebirge Aue droht der Abstieg in die Regionalliga. Zwölf Punkte fehlen auf das rettende Ufer. Der Klubvorstand reagiert.
Beim abstiegsbedrohten Drittligisten Erzgebirge Aue ist nach dem 3:5 gegen die TSG Hoffenheim II ein Bündel an personellen Konsequenzen gezogen worden. Trainer Christoph Dabrowski und Co-Trainer Lars Fuchs wurden von ihren Aufgaben entbunden, Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat trat zurück.
Der Klub gab die Entscheidungen einen Tag nach der Niederlage bekannt. In neun Spielen unter Dabrowski hatte Aue nur zwei Punkte geholt. In der Vereinsmitteilung hieß es, neben dem sportlichen Absturz hätten auch „unterschiedliche Auffassungen zur sportlichen Ausrichtung“ zur Trennung geführt.
Tarnat hatte das Amt erst im Januar übernommen. Der frühere Nationalspieler erklärte: „Ich bedauere sehr, mit dieser enttäuschenden Bilanz meiner Tätigkeit das Erzgebirge zu verlassen und wünsche dem Kumpelverein alles Gute.“
Ab sofort übernehmen Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze und Enrico Kern die Verantwortung für die Mannschaft. Den künftigen Kader planen Steffen Ziffert, Sportvorstand Jens Haustein und Shubitidze.
Nach 31 Spieltagen liegt Aue weit hinter den Nicht-Abstiegsplätzen und muss bereits für die Regionalliga planen. Besonders schmerzhaft ist ein Blick auf die Rückrundentabelle. In den bisherigen zwölf Spielen holte Aue lediglich zwei Punkte. Nach der Hinrunde waren die Sachsen noch auf einem Nicht-Abstiegsplatz, inzwischen beträgt der Rückstand darauf zwölf Punkte.
